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Solange wie möglich im eigenen Zuhause

Ein Informationsnachmittag mit Janus Jakus von der IAV-Stelle

17.5.2007 - Tino Hilsenbeck

 

Nicht nur Seniorinnen und Senioren waren zu diesem Informationstag ins Ge­meindehaus der Christuskiche gekommen, sondern auch interessierte Mitglieder der ev. Krankenpflegevereine in Eislingen. Dabei hatte insbesondere auch der Kranken­pflegeverein der Christuskirche zu diesen Nachmittag eingeladen, der zugleich des­sen Jahresmitgliederversammlung war (gesonderter Bericht folgt).

In seiner Besinnung ging Diakon Hilsenbeck der Frage ‚Was ist Zuhause?’ nach. Nicht nur die eigenen vier Wände sind es, sondern auch man kann sich auch im Ver­ein oder in seiner Kirche zuhause fühlen. Er erinnerte an das englische Sprichwort ‚My home is my castle’, mein Zuhause ist meine Burg. Das eigene Zuhause also ein Ort, wohin ich mich zurückziehen kann und mich sicher und geborgen fühle.

Über Hilfen im eigenen Zuhause informierte anschließend der Leiter der Anlauf-, In­formations- und Vermittlungsstelle, Herr Janus Jakus, der neben seiner Teilzeit­beschäftigung als Leiter der IAV-Stelle halbtags im ‚geriatrischen Schwerpunkt’ in der Klinik am Eichert mitarbeitet.
Bevor er die einzelnen ambulanten Hilfeformen vorstellte und erläuterte, bot er an, dass er auch zur kostenlosen Beratung ins Haus kommt – ein Anruf dazu genüge (Tel. 8006-259).

Eine der ambulanten Hilfen ist die Nachbarschaftshilfe, deren Einsatzleitung Frau Österle von der Ökumenischen Sozialstation hat. Etwa 40 Nachbarschaftshelferinnen und -helfer unterstützen bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (keine Reinigungs­arbeiten!). Einsatzdauer und Aufgaben werden dabei bedarfsorientiert vereinbart. Auf die Kosten in Höhe von 11 € pro Stunde erhalten Mitglieder des Krankenpflege­vereins 10% Ermäßigung.
Als nächstes verwies der Referent auf Essen auf Rädern, das man sich nachhause bringen lassen kann oder im Café in St. St. Elisabeth mit anderen zusammen ein­nehmen kann. Diätwünsche, kleine Portionen, vegetarisch werden gerne berücksich­tigt. Bei Abonnement ermäßigt sich der monatliche Preis.
Breiten Raum nahmen die Informationen zur Pflege und Pflegebedürftigkeit, sowie die Beantragung und Einstufung in Pflegestufen ein. Bei Pflegestufe 1 muß bei der Pflege am Körper ein täglicher Aufwand von mindestens 45 Minuten gegeben sein (z.B. Waschen, kämmen, anziehen, zu Bett bringen), um in den Genuß von Geldern aus der Pflegeversicherung zu kommen. Angehörige, die diese häusliche Pflege übernehmen, können bis 205 € monatlich als Pflegegeld (Geldleistung) bekommen. Medizinisch-pflegerische Arbeiten wie Verbände anlegen oder Spritzen verabreichen werden vom Arzt verordnet. Der Patient zahlt dafür nur die Rezeptgebühr.
Wird hingegen die gesamt Pflege von einem Pflegedienst übernommen (Sachleis­tung), so bekommen die Angehörigen kein Geld von der Pflegekasse. In diesem Fall rechnet der Pflegedienst direkt mit der Pflegekasse ab.
Häufig kommt die Kombileistung vor. Das bedeutet, dass Angehörigen einen Teil der Pflege machen, einen weiteren Teil hingegen wird von der Sozialstation geleistet wie z. B. Baden. Das Pflegegeld wird dann aufgeteilt.
Bei einem abgelehnten Antrag auf Einstufung riet Herr Jakus zum Widerspruch .Er sei dabei gerne behilflich.
Ambulante Hilfe außer Haus zeigte der Redner anhand der Tagespflege. Die nächs­ten Einrichtungen hierzu sind in Donzdorf und Göppingen. Interessant war zu erfah­ren, daß manche ältere dieses Angebot an Tagen nutzen, an denen etwa ein Got­tesdienst angeboten oder an denen das wöchentliche Baden in den bequemen Pfle­gebadewannen gleich mitgemacht werden kann. In St. Elisabeth stehen hierzu Um­baumaßnahmen an, damit es diese Möglichkeit zur Entlastung der Angehörigen auch hier gibt.
In nicht wenigen Fällen hat der Hausnotruf bei alleinwohnenden Senioren schon gute Dienste geleistet.
Kurz gestreift wurde das neue Thema „betreutes Wohnen zuhause“, nicht zu ver­wechseln mit sog. ‚betreuten Wohnungen’.
Großer Beifall dankte dem Redner für seine informativen Ausführungen.
Beim nächsten Seniorennachmittag am Juni geht es musikalisch zu. Wie es singt und klingt - Volksliederwunschkonzert mit Dieter Schmid. Beginn 14.30 Uhr im Ge­meindehaus an de Salacher Straße.

Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Artikel:

http://www.christuskirche-eislingen.de

 

 

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