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AWO: Der 100. Ausflug war ein Volltreffer

31.8.2007 - Harald Kraus

 

Die Eislinger AWO machte ihrem Ruf als Ausflugsspezialist am vergangenen Sonntag alle Ehre. Der 100. Ausflug unter der Regie von Harald Kraus war wieder ein Volltreffer. Die Fahrt mit der Sauschwänzlebahn und „die schönste Stromfahrt Europas“ mit dem Schiff auf dem Hochrhein begeisterte die Teilnehmer. Klöster, Burgen und Schlösser zeugten auf dem Weg von Schaffhausen nach Stein am Rhein von der geschichtlichen und kulturellen Entwicklung der Kultur- und Naturlandschaft zwischen Rheinfall und Bodensee.

Der Tagesausflug der AWO führte wie vor 20 Jahren beim ersten von Harald Kraus organisierten Ausflug nach Blumberg im Südschwarzwald, wo sich die „Sauschwänzlebahn“ seit Jahrzehnten großer Beliebtheit erfreut und auf einer der sehenswertesten und interessantesten Bahnstrecken Europas unterwegs ist. Die über einstündige Fahrt von Blumberg nach Weizen war ein beeindruckendes Erlebnis, führt die Strecke doch durch eine wunderschöne Landschaft und über viele Viadukte und durch zahlreiche Tunnels - und kringelt sich eben wie ein Sauschwänzchen.

Die Wutachtalbahn, wie die Museumsstrecke offiziell heißt, wurde von 1887 – 1890 durch die damals Großherzoglich Badische Staatsbahn aus militärstrategischen Gründen gebaut. Da die einzige damals vorhandene Bahnstrecke über schweizerisches Hoheitsgebiet führte, hielten die Militärstrategen eine Trasse, die um die Schweiz herumführte, für notwendig. Vor diesem Hintergrund entstand die Linie von Oberlauchringen nach Blumberg-Zollhaus. Allerdings wurde sie für den Personenverkehr nur wenig genutzt und wegen des geringen Fahrgastaufkommens 1976 stillgelegt.
Als Museumsbahn ist das „Sauschwänzle“, so genannt wegen seiner originellen Streckenführung, 1977 in Betrieb gegangen und hat seither schon erheblich mehr Fahrgäste transportiert als während seiner „ordentlichen“ Betriebszeit.

Die gesamte Strecke der Sauschwänzlebahn wurde 1988 zum technischen Denkmal von nationaler Bedeutung erklärt. Um schwere Militärtransporte zu ermöglichen, hatten die Ingenieure die Strecke, die als Luftlinie gerade mal knapp 10 km beträgt, auf über 25 km verlängert, um die Steigung auf 10 Promille zu beschränken. Der Höhenunterschied, der heute von den historischen Dampfzügen bewältigt wird, beträgt 231 Meter.

Dem Eisenbahnerlebnis pur folgte der nächste Höhepunkt: eine Schifffahrt auf dem Hochrhein von Schaffhausen nach Stein am Rhein. Die AWO-Gruppe konnte die Eigenwerbung von der „schönsten Stromfahrt Europas“ nur bestätigen. Auf dem besonders reizvollen Flussabschnitt tummelten sich unzählige Freizeitkapitäne, Ruderer und Paddler. Nicht wenige „Strandurlauber“ wagten einen Sprung in den erfrischenden Rhein und winkten den auf trockenem Deck den herrlichen Sonnenschein und die anmutige Landschaft genießenden Fahrgästen zu. Nach zwei Stunden war das Vergnügen vorbei und die AWO-Gruppe ging in Stein am Rhein von Bord.

Den Abschluss des AWO-Jubiläumsausflugs bildete ein Besuch in der Obstbranntweinbrennerei „Zum hohen Brand“ in Breitenfeld, wo mehrere „Brände und Geiste“ probiert werden konnten und ein rustikales Vesper gereicht wurde. Zu schnell verflog die Zeit bei dem gemütlichen Aufenthalt, zu dem der Betriebsinhaber Gantert die AWO-Gäste begrüßt und seine „Schnaps-Philosophie“ erläutert hatte.

 

 

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