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SPD: Auch der Autoverkehr beeinflusst unser Klima

Empfehlung des ACE: „Erst klicken, dann tanken!“

10.9.2007 - Harald Kraus

 

„Alle Kraftfahrzeuge, die zur Zeit auf dem Markt sind, verursachen Kohlendioxid. Der Verkehr hat mittlerweile einen Anteil von 20 Prozent an den deutschen Emissionen, wobei die Hälfte auf die PKWs entfallen“, sagte der Medienreferent der Eislinger SPD, Harald Kraus, in seiner Einführung zum Thema des Roten Treffs der Sozialdemokraten am vergangenen Donnerstagabend. Mit seinem Bericht über die bisherigen Erfahrungen des vom Auto Club Europa (ACE) durchgeführten Benzinpreisvergleichs in Eislingen löste er eine lebhafte Diskussion aus. Kraus beanstandete, dass die deutsche Automobilindustrie gegenwärtig noch keine alternative Antriebstechnologie serienmäßig zur Verfügung stelle.

„Unter den zehn sparsamsten neuen PKW-Modellen befinden sich, gleich welche Kraftstoffart man nimmt, nur relativ wenige deutsche Fabrikate“, erläuterte Kraus eine Statistik, die die Deutsche Automobil Treuhand GmbH im Auftrag der Verbände der Kraftfahrzeughersteller hat erstellen lassen. Bei Benzin sei lediglich auf dem 10. Platz der Smart Roadster anzutreffen, bei Dieselfahrzeugen seien acht der zehn sparsamstem Modelle ausländischer Herkunft. Nur bei den noch wenig verbreiteten Erdgasfahrzeugen seien deutsche PKWs immerhin zur Hälfte unter den Top-Ten der Kraftstoffsparer anzutreffen, berichtete Kraus weiter.

Kraus argumentierte, dass sich ein niedrigerer Kraftstoffverbrauch allemal rechne. Er stellte beispielhaft dar, dass bei einem Verbrauch von sieben Litern Superbenzin auf 100 km und einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern bei einem Literpreis von € 1,30 Kraftstoffkosten von 1.365 Euro im Jahr entstünden. Gelänge es, einen Liter pro 100 km weniger zu verbrauchen, ergäbe dies eine Ersparnis von € 195 im Jahr. „Die Kraftstoffkosten können durch Fahrstil, Wartung und bewussten Umgang mit dem Wagen reduziert werden“, machte Kraus deutlich.

Auf den Zusammenhang mit dem Treibhauseffekt bzw. dem Klimawandel wurde in der folgenden Diskussion intensiv eingegangen. Der Kohlendioxid-Ausstoß der Kraftfahrzeuge trägt, so Kraus, neben den anderen Treibhausgasen zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. „Ein weiterer Temperaturanstieg zieht schwerwiegende Umweltfolgen nach sich“, beschrieb Kraus die Situation. Deshalb müsse auch im Straßenverkehr die Emission von klimaschädlichen Gasen unbedingt vermindert werden.

„Die europäischen Automobilhersteller haben sich verpflichtet, die durchschnittlichen Emissionen der Neufahrzeuge bis 2008 auf 140 Gramm pro Kilometer zu senken“, berichtete der Medienreferent der Eislinger SPD. In der EU sollen bis spätestens 2010 alle neuen Personenkraftwagen im Durchschnitt nicht mehr als 120 g/km ausstoßen. Das entspricht einem Verbrauch von etwa 4,5 Litern Diesel bzw. 5 Litern Benzin pro 100 km.

Es lag nahe, dass vor diesem Hintergrund auch Tipps zum Kraftstoffsparen gegeben wurden. Die Automobilclubs böten spezielle Fahrtrainings zur kraftstoffsparenden Fahrweise an. Das Fahren in niedrigen Drehzahlen sei, so Kraus, sinnvoll und werde von den modernen Motoren auch vertragen. „Ansonsten empfiehlt es sich, gleichmäßig und vorausschauend zu fahren, größeren Abstand zu halten und beim Spurwechsel das sogenannte Reißverschlussverfahren anzuwenden“, betonte Kraus, der auch Kreisvorsitzender des ACE für Göppingen-Esslingen ist. Den Motor abzuschalten, wo es sinnvoll ist, Ballast und ungenutzte Dachaufbauten zu entfernen, optimalen Reifendruck einzustellen und Nebenaggregate wie z. B. die Klimaanlage gezielt einzusetzen, böten weiteres Potential zur Kraftstoffersparnis.

„Es fällt sehr schwer, zu glauben, dass in Eislingen zwischen den Mineralölkonzernen ein Preiswettbewerb stattfindet“, fasste Kraus schließlich seine bisherigen Erfahrungen mit dem Benzinpreisvergleich des ACE an den Zapfsäulen zusammen. In der Regel hätten die vier großen Gesellschaften jeweils die gleichen Preise, sodass er von gesetzlich verbotenen Absprachen ausgehe. Auffällig wäre weiter, dass die Preise von Donnerstag auf Freitag jeder Woche einen enormen Sprung nach oben machten. „Hier wird versucht, die Autofahrer vor dem Wochenende noch gründlich abzuzocken“, beschreibt Kraus seine Analyse. Die Autofahrer hätten deshalb nur eine einzige Möglichkeit, darauf wirksam zu reagieren: jeweils die günstigste Tankstelle zu nutzen. Welche dies jeweils sei, könne über www.eislingen-online.de täglich abgerufen werden. Dort sind die aktuellen Preise der Tankstellen in Eislingen und Salach sowie von zwei Tankstellen in Göppingen aufgelistet. „Erst klicken, dann tanken“, lautet die Empfehlung des ACE.


Hier gib es weitere Informationen zu diesem Artikel:

http://www.eislingen-online.de/benzinpreis

 

 

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