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Hofelich beim Roten Treff: “Länger gemeinsam lernen“

Für die GEW ist die Bildungspolitik im Land ein Flickenteppich

13.11.2007 - Harald Kraus

 

Der Landtagsabgeordnete Peter Hofelich, Salach, hat sich beim jüngsten „Roten Treff“ der Eislinger SPD für längeres gemeinsames Lernen und verstärkte individuelle Förderung an den Schulen ausgesprochen. Der neue Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Edi Neuffer, beanstandete, dass der Förder- und Stützunterricht in den Schulen nur auf niedrigstem Niveau angeboten werde. In der Diskussion sprachen sich Teilnehmer für eine stärkere Aufklärungsarbeit über ein zukunftsgerichtetes Bildungswesen aus.

MdL Peter Hofelich listete eingangs seiner Einführung auf, was sich trotz hartnäckiger Gegenwehr von CDU und Kultusverwaltung im Lande endlich bewege: „Das von der rot-grünen Bundesregierung noch initiierte Investitionsprogramm hat zahlreiche neue Ganztagesschulen ermöglicht. Über vielerlei Anstrengungen wird jetzt von Städten und Gemeinden mehr Betreuung rund um die Schule organisiert“. Ferner gewinne, so Hofelich, die Diskussion um eine 6-jährige Grundschule an Fahrt. Der SPD-Abgeordnete zeigte sich sicher, dass die Gemeinschaftsschule kommen wird und flexible Bildungsabschlüsse möglich gemacht werden.

Der GEW-Funktionär Edi Neuffer setzte sich mit den Schulversuchen der CDU auseinander. „Es gibt dort nix, was es nicht gibt, aber nix G’scheites“, erklärte der neue Kreisvorsitzende der GEW und betonte, dass ein gutes Bildungswesen eben etwas koste. Zur aktuellen Unterrichtsversorgung wusste er aus der Praxis zu berichten: „Die Pflichtstunden sind zum Schuljahresbeginn abgedeckt gewesen. Aber der Förder- und Stützunterricht ist minimiert“. Von einer guten Versorgung könne deshalb nicht gesprochen werden, da sich erfahrungsgemäß über das Schuljahr die Probleme des Unterrichtsausfalls wieder aufbauen würden.

In der lebhaften Diskussion erklärte Stadtrat und Realschullehrer Bruno Mörixbauer, dass die Realschulen als erfolgreiche Schulart nicht den Eindruck haben dürften, sie würden mit ihrem Angebot in einer Gemeinschaftsschule nicht mehr erkennbar sein. Die Debatte über die Frage, ob eine sechsjährige Grundschule oder eine neunjährige Gesamtschule die bessere Lösung sein könne, müsse intensiv geführt werden. Mörixbauer betonte, dass ein dezentrales Schulangebot erhalten bleiben müsse.

Peter Hofelich erklärte abschließend: „Wir wollen als SPD in Baden-Württemberg das Thema `Bildungsaufbruch’ in der Bürgerschaft verankern. Eine Reformblockade durch die CDU können wir uns nicht mehr leisten. Wir brauchen ein zukunftsfähiges Bildungssystem im Land!“

 

 

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