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„Fluss, Eisenbahn und Industrie schaffen gemeinsame Identität !“

SPD-Fraktionen im mittleren Filstal trafen sich

23.12.2007 - Peter Hofelich

 

Ein durchgängiger Radweg entlang der Fils, die abgestimmte Beschilderung heimatgeschichtlicher Denkmale und das ‚Ja’ zu einem S-Bahnanschluss des mittleren Filstals waren drei der Ergebnisse des jährlichen Treffens der SPD-Fraktionen im mittleren Filstal. Eislingens Fraktionsvorsitzender Peter Ritz: „Wir wollen in unserer engeren Heimat Identität schaffen !“
Im Restaurant ‚Glashaus’ in Salach traf sich eine stattliche Runde von Regional-, Kreis- und Gemeinderäten der drei Mitte Fils-Kommunen. Aus den Berichten vom jeweiligen lokalen Geschehen wurde deutlich: Eine gute Kinderbetreuung, jahrelanges Anliegen sozialdemokratischer Kommunalpolitik, kommt überall voran. Der Weiterbau von B 10 und B 466 neu wird als dringlich angesehen und das Land aufgefordert, die Bundesmittel zugunsten eines zügigen Baus aller Teilabschnitte im mittleren Filstal zu priorisieren. Und: Der von der SPD früh vertretene Grundsatz ‚Innen- vor Außenentwicklung’ setzt sich in der Stadtplanung durch. Sanierungsgebiete für Wohnen und Gewerbe stehen in allen drei Gemeinden an.

Erstes gemeinsames Aktionsfeld: Energieberatung. GR Werner Staudenmayer brachte einen gemeinsamen Energieberater für alle drei Kommunen ins Spiel. Der Salacher wurde dabei von Süßens Fraktionsvorsitzendem Udo Rößler unterstützt, der insbesondere für private Haushalte gebündelte Informationen, insbesondere für die energetische Gebäudesanierung, als dringlich ansieht. Eine „Kooperation mit dem heimischen Handwerk“, so Peter Ritz, sei dabei gut vorstellbar.

Zweites Aktionsfeld: Ein gemeinsames Radwegenetz. Kreisrat Ulf Wein forderte für den gesamten Landkreis einen ‚Kreis-Radverkehrsplan’. Das mittlere Filstal könnte hier als gutes Beispiel vorangehen. Insbesondere entlang der Fils soll ein Durchgängiger Radweg geschaffen werden. Die SPD-Räte wollen auf die Ortsbaumeister der drei Kommunen zugehen und sie bitten, ihre bisherigen Planungen abzustimmen und ein Gesamtkonzept zu entwerfen. Wert legt man auf „familiengerechte Radwege“ und auf eine gute Beschilderung.

Drittes Aktionsfeld: der ‚Landschaftspark Fils’. Ein durchgängiger Radweg könne hier ein erstes, beileibe aber nicht das einzige Projekt sein, war sich die Runde einig. Die Aktivitäten rund um den Landschaftspark ‚Rems’ gelten als Vorbild. Beispielsweise könnte an den Fluß-Wehren reizvolle Situationen geschaffen werden. Die Zusammenarbeit mit der Region Stuttgart müsse gemeinsam gesucht werden. Regionalrat und Fraktionsvorsitzender Peter Hofelich: „Wir brauchen jetzt Ideensammlung und Koordination durch einen Landschaftsarchitekten, sonst kommt das Projekt nicht voran. Dazu fordern wir die Bürgermeister der Filsanlieger-Gemeinden auf“.

Viertes Aktionsfeld: Tourismus. Als Ausgangspunkt für das landschaftlich reizvolle Hinterland des Albvorlandes und der Drei-Kaiserberge hat man bereits Trümpfe in der Hand. GR Hans Paflik aus Salach war sich aber sicher, dass die Industriegeschichte im Filstal ebenso zu einem Markenzeichen werden kann. ‚Fluß – Eisenbahn – Industrie’ sind nach Meinung der SPD identitätsbildend für unsere engere Heimat. Sie sollten, z.B. über eine gute Beschilderung, herausgestellt werden. Stadtrat Bruno Mörixbauer wies auf mehrere große Migrationswellen hin, welche unsere Heimat nachhaltig geprägt haben und zur Identität ebenso beitragen. Peter Ritz regte an, ein Symposium der örtlichen Archivare abzuhalten.

Fünftes Aktionsfeld: öffentlicher Nahverkehr. Alle drei SPD-Fraktionen bekräftigten ihren Wunsch nach einem S-Bahnanschluß und der Integration in den VVS. Angesichts der hohen Bevölkerungszahl und –dichte im mittleren Filstal setzt man darauf, dass die wirtschaftliche Machbarkeit gegeben ist und man auch vor der Fertigstellung der Schnellbahnstrecke schon erste Schritte gehen kann. Doch die Gedanken der SPD-Kommunalpolitiker gehen noch weiter: Die Idee: Kooperation zwischen Verkehrsverbünden zugunsten des Fistals. Nach Osten sollten sowohl der Geislinger Raum, als auch das mittlere Filstal ein Interesse daran haben, dass man mit günstigen Tarifen in den Ulmer Verkehrsverbund kommt. GR Dr. Harry Dobeschinsky: „Süßen wäre ein guter Verknüpfungspunkt für die Verkehre aus Ost und West“.

Manche weitere Gesprächspunkte wurden in der Runde noch erörtert. Der Bedarf zur zwischenörtlichen Abstimmung ist vielfach gegeben. Das wurde deutlich. Die SPD stellt sich dieser Aufgabe im mittleren Filstal, weil kommunale Eigenständigkeit und Selbstverwaltung heute gerade auch durch inter-kommunale Zusammenarbeit befestigt werden müssen.

 

 

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