zurück zur TITELSEITE   

Ihre Meinung? ...hier gehts zur Leser-Innen-Briefseite

www.eislingen-online.de

 

Die Poesie des Sommers

Bericht zum Seniorennachmittag der Christuskirche vom 5. Juni 2008

22.6.2008 - Timo Hilsenbeck

 

Dieser von Poesie bestimmter Nachmittag begann musikalisch mit einer Polonaise aus dem Notenbüchlein de Anna Magdalena Bach, die der Organist der Lutherkirche, Herr Naumann, spielte. Bei Diakon Hilsenbeck durfte in seinen Betrachtungen zum Sommer das bekannte ‚Geh aus mein Herz’ nicht fehlen. Dass es in den Psalmen und den Sprüchen, ja selbst im neuen Testament poetisches zum Sommer gibt, war allen neu. Mancher bekannte Bibel­spruch erschien so ein einem neun Zusammenhang.
Besonders gefiel der hübsche sommerliche Tischschmuck. Und mit Interesse verfolgten die Anwesenden, wie Teilnehmerinnen über den ‚Urlaub ohne Koffer’ eindrücklich berichteten, der auch in diesem Frühjahr wieder stattfand.

Zum Seniorennachmittag waren die Besucher gebeten worden, ihre Poesiealben von früher mitzubringen. Nicht wenige waren der Aufforderung gefolgt. So war eine Albumsammlug aus vier Jahrzehnten zusammengekommen. Das älteste Album stammte aus der Vorkriegszeit.
Über ein Episkop konnte man die gestochen schöne Sütterlinschrift erkennen, die viele der älteren Eislinger noch lesen konnten. Auch hübsche Albumbilder erfreuten die Anwesenden. Bei anderen Versen in deutsche r Schrift, geschrieben von Verwandten, mussten sich auch noch diese älteren Senioren und Seniorinnen etwas anstrengen. Die lateinische Schreib­schrift war dagegen schon leichter zu lesen.
In der Nachkriegszeit gab es aufgrund Papiermangels kaum Poesiealben. Es gab auch keine Albumbilder zu kaufen, so dass öfters das Album der Mutter aushelfen mußte.
Am Ende der 50er Jahre und danach kamen die quadratischen Poesiealben auf, in die Eltern, Grosseltern, Verwandte und Lehrer Lebensweisheiten zur Erinnerung hinein schrie­ben. Von den Mitschülern sah man wie früher selbst gezeichnete Bilder.
Auch fiel den Anwesenden die deutlichen Unterschiede in den Textern auf: Selbst neun- und zehnjährige Mitschüler schrieben Lebensweisheiten in Album, wie es früher nur Erwachsene taten. In der Vor und Nachkriegszeit dominierten der Wunsch Gott möge behüten.
Da auch das Singen nicht zu kurz kommen sollte, wurde bei passenden Texten mit Klavier­begleitung von Eckart Naumann, das entsprechende Lied angestimmt. So z.B. bei ‚Sing, bet und geh auf Gottes Wegen’ den Choral ‚Wer nur den lieben Gott lässt walten’. Denn der Albumvers war die Schlussstrophe dieses Kirchenliedes. Der Vers ‚Üb immer Treu und Red­lichkeit’ animierte ebenfalls zum Singen des ganzen Liedes. Auch bei ‚Herr wir stehen Hand in Hand’ wurde aus dem Gesangbuch gemeinsam gesungen.
Bis zu Beginn der 60er war das Poesiealbum eine Mädchensache. Erst danach ließen diese auch Jungs ins Album schreiben und manche Buben hatten jetzt ebenfalls ein Album. Die Albumeinträge sollten dabei eine Erinnerung an die Schulfreundinnen und Schulfreunde sein. Was lag näher, als mit dem Lied ‚Wahre Freundschaft’ den Blick in die Alben zu schlie­ßen.

Der im Gemeindebrief und auf dem Programm aufgeführte Seniorennachmittag am 3. Juli entfällt. Dafür gibt es am Donnerstag 26. Juli, ab14.30 Uhr, das traditionelle Sommerfest für die Seniorinnen und Senioren aller vier Eislinger Kirchengemeinden. Schon jetzt herzliche Einladung dazu!

 

 

Aufrufe dieser Seite seit 23.07.2008: 581

zur Druckansicht



Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

05.07.2016 - Ingrid Held:
Bei Öffnung des Grünabfallplatzes spielt Eislingen nicht in der Championgsleague

Wir danken den Werbepartnern für die Unterstützung

Diese Seite betrifft folgende Rubriken:

[http://www.eislingen-online.de/_artikelanzeige.php?bearbeiten=2008_1134 Die Poesie des Sommers - eislingen-online 22.6.2008 ]