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Reges Treiben beim ersten Eislinger Streuobsttag
Reges Treiben beim ersten Streuobsttag von Eislinger Grünen und BUND
19.10.2025 - Die Grünen Eislingen Holger Haas
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, darunter auch viele Kinder waren vor Ort beim Eislinger Streuobstlehrpfad. Auch die Göppinger Landtagskandidatin der Grünen Dr. Mariska Ott informierte sich an den verschiedenen Ständen. Mehr als 30 verschiedene Apfelsorten konnten getestet werden und für viele war es ein Erlebnis, den Unterschied der verschiedenen Sorten zu schmecken. Viel Schmunzeln gab es beim „Lauxenbauer – dem Schönen vom Filstal“, aber auch der „Krummwäldener“ fand großen Anklang. Kinder und ihre Eltern konnten mit einer eigens vom BUND angeschafften Apfelsaftpresse vor Ort Apfelsaft pressen und trinken. Großen Anklang fand auch die Honigverkostung der Imker.
Es war ein buntes Programm, dass die vielen Besucherinnen und Besucher angelockte, aber das Ganze vor einem ernsten Hintergrund. Mehr und mehr der ökologisch wertvollen Streuobstwiesen gehen verloren. Und mit Ihnen seltene und streng geschützte Vogelarten wie Wendehals, Halsbandschnäpper oder Steinkauz. Das hat viele Gründe, so Holger Haas von den örtlichen Grünen. Einerseits lohnt es sich wirtschaftlich nicht mehr, das Obst zu ernten und zu vermarkten. Allerdings gebe es einen Gegentrend: er freue sich riesig, dass immer mehr Unternehmen zusätzliche Wertschöpfung schöpfen und dadurch für das Obst einen höheren Preis bezahlen können. Neben dem Destillieren sind es Getränke wie Cidre oder auch alkoholfreie Alternativen. Vorreiter war sicher Jörg Geiger aus Schlat, so Haas. Auch die Äpfel für den Eislinger Apfelsaft werden zu einem höheren Preis abgenommen. Eine Trendwende sei aber noch nicht erreicht, auch nicht in Eislingen, wo die Stadt seit vielen Jahren Vorbildliches leistet, um die Streuobstflächen zu schützen. Eine erste Bedrohung sei die Bebauung von ortsnahmen Streuobstflächen für Wohnen und Gewerbe, meint Gerhard Rink vom BUND.
Eigentlich unfassbar und eine Schande, so Haas, dass der Großteil des Apfelsafts, der bei uns konsumiert wird aus China kommt, und bei uns verottet das Obst auf den Wiesen.
Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Artikel:
http://www.gruene-eislingen.de
 Bildrechte Dr. Jochen Tham
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