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Zwei Brände innerhalb weniger Stunden fordern die Feuerwehr Eislingen
Hoher Sachschaden aber keine Verletzte
24.3.2026 - PSE Pressestelle der Stadt Eislingen
Hoher Sachschaden aber keine Verletzte bei Großbrand in Wohn- und Geschäftsgebäude und bei Feuer in Pizzeria
Innerhalb von nur 15 Stunden musste die Feuerwehr Eislingen zwei größere Brandeinsätze bewältigen. Am Sonntagnachmittag kam es zu einem Großbrand in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Sixtstraße. In der Nacht folgte ein weiterer Brand in einer Pizzeria in der Steinbeisstraße. In beiden Fällen entstand ein erheblicher Sachschaden, verletzt wurde jedoch niemand.
Am Sonntag, 22. März 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Eislingen um 13:15 Uhr zu einem Balkonbrand in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Sixtstraße alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich das Feuer auf dem Balkon im dritten Obergeschoss bereits stark ausgebreitet und auf die Dachkonstruktion übergegriffen. In kurzer Zeit stand der gesamte Dachbereich mit einer Fläche von 15 auf 20 Metern in Flammen. Teile des Daches stürzten in die darunterliegenden Wohnungen ein und führten zu weiteren Bränden innerhalb der Wohneinheiten.
Die Ausbreitung des Feuers erfolgte über die Konstruktion zwischen Balkon, Dachbereich und angrenzenden Wohnungen. Die genaue Brandursache ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Aufgrund des dynamischen Brandverlaufes und Hinweisen auf eine Person, die sich im Inneren des Gebäudes im unmittelbaren Gefahrenbereich befinden könnte, wurde das Aufgebot an Rettungskräften auf Seiten der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vorsorglich und frühzeitig erhöht. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand über zwei Drehleitern sowie über mehrere handgeführte Strahlrohe im Innen- und Außenangriff. Zusätzlich wurden Fachberater hinzugezogen, um die Stabilität des stark beschädigten Daches zu beurteilen und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis kurz nach Mitternacht an. Das Gebäude ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Während die Dachgeschosswohnungen vollständig zerstört wurden, entstanden in den darunterliegenden Stockwerken erhebliche Schäden durch Löschwasser. Glücklicherweise bestätigte sich der Verdacht auf eine vermisste Person im Inneren des Gebäudes nicht. Alle Bewohner konnten das Haus sicher verlassen. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte mit etwa 35 Fahrzeugen im Einsatz. Angefordert wurden mit jeweils unterschiedlichen Fahrzeugen die Feuerwehren aus Göppingen, Salach, Süßen und Ebersbach. Ebenso vor Ort war der Regelrettungsdienst mit den DRK Ortsverbänden, die Landespolizei, das THW Göppingen, Fachberater Bau/Statik, die Notfallseelsorge, Vertreter der Stadtverwaltung Eislingen sowie der Betriebshof der Stadt Eislingen.
Nur wenige Stunden später, am Montag, 23.März 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Eislingen um 03:35 Uhr zu einem weiteren Brand alarmiert. In einer Pizzeria in der Steinbeisstraße war ein Feuer ausgebrochen.
Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Gebäude bereits vollständig verraucht, Flammen waren im Innenbereich sowie im Dach sichtbar. Das Feuer, welches sich vermutlich im Bereich der Küche zu einem Vollbrand in diesem Gebäudeteil entwickelte, wurde mit zwei Löschrohren im Innenangriff bekämpft und konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Mit einem weiteren über die Drehleiter vorgenommenen Löschrohr wurden punktuell die Flammen im Dach abgelöscht. Es folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten sowie Belüftungsmaßnahmen. Die Brandursache wird auch hier derzeit noch ermittelt, der Einsatz für die 35 Einsatzkräfte, welche mit sieben Fahrzeugen ausrückten, konnte gegen 8:00 Uhr morgens beendet werden. In beiden Fällen ist von einer hohen sechsstelligen Schadenssumme auszugehen. Dass zwei Schadensfeuer in diesen Umfang in deutlich weniger als 24 Stunden so seriös abgearbeitet wurden, zeuge von unbestrittener Leistungsfähigkeit, Bereitschaft und Mut, so Feuerwehrkommandant Mario Feller, der an beiden Einsätzen die Einsatzleitung innehatte. „Dennoch haben die Einsätze unsere personellen und materiellen Kapazitäten deutlich ans Limit geführt.“ Die Atemschutztechnik muss nach jedem Einsatz geprüft werden und die Reserve ist endlich. Ähnlich verhält es sich mit den Schlauchreserven. Von der Freiwilligen Feuerwehr Eislingen waren 56 Kräfte im Einsatz, die ausnahmslos bei beiden Bränden im Einsatz waren. „Das ist über die Hälfte unseres aktiven Personalstamms und eine sehr gute Quote. Nicht wenige von ihnen gehen nach vielen kräftezehrenden Stunden im Einsatz direkt zu ihrer eigentlichen Arbeit“, stellt Mario Feller fest. „Damit wir uns bei Parallelereignissen oder unmittelbaren Folgeeinsätzen nicht dem schon belasteten Personal bedienen müssen sondern frisches Personal einsetzen können, benötigen wir deutlich mehr Mitglieder.“
Oberbürgermeister Klaus Heininger schließt sich dem Dank von Feuerwehrkommandanten Mario Feller an und spricht den eigenen und externen Einsatzkräften große Anerkennung aus: „Ich bedanke mich bei allen beteiligten Einsatzkräften, ob aus Eislingen oder am Einsatz beteiligter Organisationen für die tatkräftige Unterstützung. Es waren zwei sehr gelungene Einsätze unter schwierigen Bedingungen“.

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