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Erasmus+ Austausch bringt europäische Freundschaft nach Eislingen
26.4.2026 - Raphael Gay
Eine besondere Woche voller Begegnungen, neuer Erfahrungen und gelebter europäischer Partnerschaft liegt hinter der Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule. Zum ersten Mal durfte die Schule im Rahmen des Erasmus+-Programms eine französische Gruppe des Collège Ampère Oyonnax willkommen heißen. Initiiert wurde das Projekt vom Französischlehrer Raphaël Gay und der Deutschlehrerin Camille Grimaud aus Oyonnax.
17 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte aus der französischen Partnerstadt reisten am Montag, 20. April, an und wurden herzlich empfangen. Bereits beim ersten Kennenlernen zeigte sich das besondere Konzept des Austauschs: Die deutschen Jugendlichen sprachen Französisch, während sich die französischen Gäste auf Deutsch verständigten – ein lebendiger Sprachunterricht, der schnell Hemmungen abbauen half.
Am Dienstagmorgen wurden die Gäste zunächst von Schulleiterin Claudia Frey offiziell an der Schule begrüßt, anschließend mit Empfang im Rathaus von Eislingen durch den Oberbürgermeister. Nach einer Rede vom Oberbürgermeister wurden fragen sowohl auf deutsch als auch auf französisch gestellt. Alle Schüler erhielten als Andenken ein kleines Geschenk.
Beim gemeinsamen Mittagessen in der schulinternen Kantine konnten sich die Gruppen weiter austauschen. Am Nachmittag ging es dann in eine Bretzelbäckerei nach Salach, wo die Schülerinnen und Schüler gemeinsam – auf Deutsch und Französisch – selbst Brezeln backten.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit dem Vergleich von Recycling in Deutschland und Frankreich und diskutierten Verbesserungsmöglichkeiten. Nach dem Mittagessen folgte ein Ausflug zum Hohenneuffen, wo eine Führung auf Französisch stattfand. Am Abend besuchte die Gruppe ein Kino in Göppingen und schaute die Verfilmung von L’Étranger.
Am Donnerstag führte der Weg nach Stuttgart. Neben einer Shoppingtour stand auch ein Besuch im Mercedes-Benz Museum auf dem Programm, bei dem insbesondere ökologische Aspekte der Automobilentwicklung betrachtet wurden. Der Tag klang mit einem gemütlichen Abend auf dem Killesberg aus.
Am Freitag, 25. April, hieß es schließlich Abschied nehmen. Der Abschied fiel vielen schwer, denn in wenigen Tagen sind enge Kontakte und neue Freundschaften entstanden. Dank sozialer Medien sollen diese nun weiter gepflegt werden.
Der Austausch hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Europa sein kann – durch Begegnung, Offenheit und gemeinsame Erlebnisse.

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