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Sporttauchen im Herzen Eislingens

28.9.2009 - Tauchclub Seepferdle e.V. Detlev Nitsche

 

Die Mitglieder des Tauchclubs Seepferdle können bei den betauchbaren Gewässern nicht wählerisch sein. Der nächstgelegene Rißtalsee (Wassertiefe 10m) bei Laupheim, ist ca. 70 km von Eislingen entfernt.
Am vergangenen Donnerstag jedoch konnten sechs Taucher des Tauchclubs ein 'Tauchgewässer'im Herzen Eislingens nutzen.
Nein, Eislingen hat sich kein Naherholungsgebiet mit einem See zugelegt. Das sieht Eislingen 2030 nicht vor.

Des Rätsels Lösung: Die Firma Südöl hat für ihre Altöl-Aufarbeitung einen neuen Tank aufgebaut. Dieser misst 14 m im Durchmesser und hat die stattliche Höhe von 14 m.
Vor Inbetriebnahme wurde der Tank mit Wasser gefüllt, um die Dichtheit des Tanks zu prüfen.

Die Idee, den Tank zu betauchen, hatte der Laborleiter von Südöl Thomas Matheis, der gleichzeitig auch Veranstaltungsleiter des Tauchclubs ist. Nach Genehmigung durch die Betriebsleitung konnte die Aktion durchgeführt werden. Die Taucher wurden um 19.00 Uhr von Thomas Matheis am Werkstor in Empfang genommen und fuhren dann auf das Gelände der Firma Südöl.
Vor dem Tauchgang wurden die Örtlichkeiten auf dem Tank besichtigt und die Durchführung abgesprochen, um eine optimale Sicherheit zu garantieren.

Dazu musste eine 80-stufige Treppe auf das Dach des Tanks erklommen werden. Die einzige Möglichkeit, in das Innere des Tanks zu gelangen, ist eine Luke mit 80 cm Durchmesser, die durch einen Deckel verschlossen wird.

Um den Einstieg zu erleichtern wurde eine Leiter in die Luke gehängt. Nach der Besprechung wurde die Ausrüstung angelegt. Dabei forderte der Aufstieg mit ca. 25 bis 30 kg Ausrüstung einiges an Kondition ab. Eine kurze Erholungspause folgte. Die Reihenfolge des Einstiegs wurde eingeteilt und dem entsprechend begaben sich die Taucher zur Öffnung, die gerade ausreichte, um mit Pressluftflaschen auf dem Rücken durchsteigen zu können.

Da im Inneren des Tanks absolute Dunkelheit herrschte, wurden Tauchlampen in ausreichender Anzahl mitgenommen. Dennoch betrug die Sichtweite maximal einen halben Meter.

Grund: Der Tank war erst einen Tag vorher von der Werksfeuerwehr mit Filswasser aufgefüllt worden, das natürlich viele Schwebeteilchen enthielt, die sich noch nicht gesetzt hatten. Deshalb nahmen die Taucher die Tankwand als Orientierungshilfe und so wurde der Abstieg auf 14 m „Tiefe“ bewältigt. Nach dem Austauchen verlief der Ausstieg aus dem Tank dank der guten Organisation und mit Hilfe des Außenteams reibungslos. Damit konnten die 'Seepferdle' einen nicht alltäglichen Eintrag in ihrem Logbuch verzeichnen.

Ein herzliches Dankeschön an die Betriebsleitung der Firma Südöl, der Werksfeuerwehr und nicht zuletzt unserem Veranstaltungsleiter Thomas Matheis.
(Fotos: Georg Werkmeister/Detlev Nitsche)


Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Artikel:

http://www.tauchclub-seepferdle.de

 

 

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Ein Teil des Tauchteams mit Thomas Matheis (rechts im Bild)


Das Tauchgewässer: Ein Tank bei der Firma Südöl

Erstbesteigung zur Erkundung der Bedingungen

Da geht es rein

Eine Leiter führt zum Wasserspiegel

Die Vorbereitungen sind getroffen

Einstieg in den Tank

Mal sehn, was es zu sehen gibt...


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