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SPD rüstet sich für die nächsten Wahlen
Die Kreisvorsitzende Heide Kottmann stellte die Projektkonzeption vor
12.9.2006 - Harald Kraus
Beim „Roten Treff“ der Eislinger SPD hat die Kreisvorsitzende Dr. Heide Kottmann das Konzept des Kreisverbandes für das Projekt „1000 Tage für morgen“ vorgestellt. Aus dem schlechten Abschneiden bei den vergangenen Wahlen sollen die Konsequenzen gezogen und mit neuen Ideen und Methoden die Ausgangslage für künftige Wahlen erheblich verbessert werden. Dazu bedient sich die SPD erstmals in großem Umfang der Methode der Projektarbeit, in die zahlreiche Mitglieder der Sozialdemokraten einbezogen werden. Anfang Oktober soll der Entwurf des auf 3 Jahre angelegten Projekts in einer Kreiskonferenz abschließend diskutiert und zur Umsetzung in Auftrag gegeben werden.
Heide Kottmann berichtete, dass bereits die ersten Erfahrungen aus einem Workshop, der Ende Juni stattfand, gezeigt hätten, dass ein erheblicher Handlungsbedarf vorhanden sei. Die SPD im Kreis wolle aufgrund der wenig zufriedenstellenden Wahlergebnisse nicht resignieren, sondern daraus konkrete Lehren ziehen und mit einem schlüssigen Konzept an die kommenden Herausforderungen herangehen. Die bereits gebildeten sieben Projektgruppen hätten ihre Arbeit aufgenommen und schon Teilergebnisse erarbeitet. „Wir freuen uns über die im Rahmen dieser Initiative feststellbare Begeisterung und das große Engagement vieler Mitglieder“, erklärte Kottmann. Insbesondere um die sogenannten „weißen Flecken“ wollen sich die Sozialdemokraten in den nächsten Jahren bemühen, das heißt um die Gemeinden ohne SPD-Mandatsträger. Aber auch die vorhandenen Ortsvereine, deren Aktivitäten zu wünschen übrig ließen, sollen mit Unterstützung des Kreisverbandes neu aktiviert und im Rahmen des Projekts wieder „fit gemacht“ werden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts solle, so Kottmann, auf der Gewinnung neuer, vor allem junger Mitglieder liegen. Wie andere Parteien leide auch die SPD an einer relativ starken Überalterung und benötige dringend mehr Nachwuchs. Die gegenwärtige Politikverdrossenheit war folglich beim „Roten Treff“ ein zentrales Thema. Wie diese überwunden werden könnte, wurde heftig diskutiert, freilich, ohne das Patentrezept auf Anhieb zu finden. „Jedenfalls müssen wir die von uns mit getragene Regierungspolitik besser und plausibler erklären“, sagte Heide Kottmann. „Die Bemühungen der Basis um mehr Akzeptanz und Einsicht in bestimmte politische Entscheidungen wird aber häufig durch zuvor von der Partei nicht diskutierte Vorschläge von Spitzenpolitikern massiv erschwert“, meinte Pressereferent Harald Kraus.
Beim „Roten Treff“ war ferner zu erfahren, dass die Eislinger SPD in ihrer nächsten Mitgliederversammlung ihre Vorschläge zum neuen Grundsatzprogramm der SPD diskutieren und einen Antrag zum Bundesparteitag verabschieden wolle.
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