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Gewußt wo in Eislingen?
Ein Bilderquiznachmittag mit Pfarrer Comtesse
25.2.2007 - Barbara Nürk
Pfarrer Comtesse und das Vorbereitungsteam freuten sich über einen gut gefüllten Gemeindehaussaal
In seiner Besinnung kam Pfarrer Comtesse auf ,Maria Lichtmeß’ (2. Februar) zu sprechen, dem Tag der ‚Darstellung Jesu im Tempel’. 40 Tage nach der Geburt wurden im Judentum die erstgeborenen Söhne zum Tempel gebracht und Gott vorgestellt. Im Lukasevangelium beschreibt der Evangelist, wie dies auch mit Jesus geschah. Das Besondere am Bericht des Evangelisten Lukas ist die Person des frommen, alten Simeon.
Nach der gemütlichen Kaffeepause waren die Anwesenden aus Eislingen Nord und Süd, Krummwälden und Salach auf die Dias gespannt. Zuerst erkundigte sich Herr Comtesse, wer denn wohl am längsten in Eislingen sei. Hierauf meldeten sich eine 92jährige in Eislingen geborene Seniorin - und ein 10 Jahre jüngerer Herr. Aber es gab auch ein paar wenige, die kürzer als der Theologe, also weniger als 6 Jahre, in Eislingen wohnen.
„Gewußt wo in Eislingen - ein Bilderquiz“ – das war die Überschrift des Diaspaziergangs.
Die beiden Tischreihen durften nun abwechselnd die Bildmotive erraten. Es begann mit einem geschmiedeten Portal, ein renovierungsbedürftiges herrschaftliches Haus folgte. Architektur der 60er und 70er Jahre im Zentrum, Fachwerkgiebel, Bauernhäuser. Wirtshausschilder schlossen sich an. Überlegen mußte man, wo sich der dunkle Erker im 1.Stock befand.
Das nächste Thema war Kunst. Dabei ging es aber nicht um die Verkehrskreisel, sondern um Gänse und Diskuswerfer. Beim Blick in einen Hof mit einer angrenzenden Scheunenwand kamen aus dem Publikum Erläuterungen. Auf dem Kirchengelände hat sich seit den Aufnahmen einiges verändert. Doch dem ratefreudigen Älteren machte das keine Probleme.
Dann wurden Bilder von Wegen und Gäßchen gezeigt. Gelegentlich war ein ganz genaues Hinschauen nötig, um es richtig zu erraten. Senioren konnten einiges dazu berichten. (Rappenbeckgäßchen) Ein kurzes Türenraten folgte. Fässer, ein Findling, ein pflügender Bauer, ein Brunnen, ein Chinesisches Dach, ein Amphitheater – alles errieten die Anwesenden.
Ganz interessant war der Ausflug zu christlichen Symbolen: Eine Madonna, gleich fünf Kreuze an Häusern und in Gärten hatte der Neueislinger fotografiert. Besucher erinnerten sich an die Altäre der Fronleichnamsprozession, die früher davor standen. Ein Kreuz sei jetzt auf dem Friedhof in Eislingen Süd zu sehen, erwähnte eine Seniorin. Nicht einmal der Graffitimotorradfahrer war schwierig.
Nach zwei Bäumen am Stadtrand kam das Schwerste: Ein in Stein gehauener Löwenkopf in einer Mauernische. Das war das einzige Foto aus mehreren Dutzend, das nicht erraten wurde.
Großer Beifall für die Bildmotive, die Pfarrer Comtesse seit Beginn seiner Eislinger Zeit aufgefallen sind und die er fotografiert hat.
Als Abschluss wurde das Eislinger Heimatlied von Konrad Sihler gesungen, das sich eines der Geburtstagskinder gewünscht hatte. Nach einem Vorspiel am Flügel sangen alle das zum Nachmittag passende Lied kräftig mit.
Der nächste Seniorennachmittag findet 1. März 2007 um 14.30 Uhr im Gemeindehaus statt. Diakon Alber, der Freizeitleiter des Urlaubs ohne Koffer und der Seniorenfreizeit im Sommer in der Pfalz kommt mit Besinnlichem und Heiterem von Wilhelm Busch.
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