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Handball

Wochenendrückblick

08.11.2010 - TSG 1873 Eislingen e. V. Günther Zerbe

 

Am letzten Wochende spielten nur die beiden Männermannschaften auswärts.

Männermannschaft 1 Bezirksklasse

TV Jahn Göppingen – TSG Eislingen 17 : 19

Auf eine für Männermannschaften äußerst ungewöhnliche Zeit war das Spiel terminiert. Der Anpfiff hätte um 12:00 Uhr in der EWS Arena sein sollen. Vermutlich waren die eingeteilten Schiedsrichter der gleichen Meinung und kamen erst gar nicht in die Halle. Da in einem solchen Fall der Heimverein Ersatz stellen muss, kamen die TV-Verantwortlichen um Trainer Klaus Schardt fast mehr ins Schwitzen als dessen Spieler beim Aufwärmen. Flugs wurden zwei gelbe Karten gebastelt und ein Schiedsrichterbeobachter, sowie ein Schiedsrichter aus Bolheim, beide weilten aus verschiedenen Gründen in der Halle, erklärten sich bereit das Spiel zu leiten. Ungewöhnlich war der Anblick der in Jeanshosen und knallorangefarbenem Überziehleibchen agierenden Unparteiischen, die ihre Sache allerdings recht gut machten. Einen weiteren nicht mehr gewohnten Anblick hatte man zunächst auf der Eislinger Bank: Am 17.07. dieses Jahres hatte er in der Öschhalle 2 sein Abschiedsspiel gegeben und nun saß er im grünen Pulli mit der Nummer 1 dort: Torwart-Legende Joachim Reck. Der Grund dafür war, dass es Alexander Schäfer aus beruflichen Gründen nicht pünktlich zum angesetzten Spielbeginn in die Halle gereicht hätte. Aufgrund des um eine halbe Stunde verspäteten Anspiels konnte Joachim Reck jedoch den Platz mit ihm tauschen und weiter seinem Handballrentnerdasein fristen. Das Spiel selber war mit insgesamt 36 Treffern das bislang torärmste in der bisherigen Bezirksklassenrunde. Zum Vergleich: Im letzten Heimspiel gegen Herbrechtingen-Bolheim 2 erzielte die Mannschaft von Götz Kümmerle alleine 40 Tore. Nach dem Eislinger Anspiel und dem ersten vergebenen Torwurf konnte der TV Jahn mit 1 : 0 in Führung gehen und diese bis zur 10ten Minute auf 3 : 0 „ausbauen“. Nach zwei verworfenen Siebenmetern und eklatanter Angriffsschwäche hatte Götz Kümmerle bereits eine Minute vorher die grüne Karte zur ersten Auszeit gelegt. Danach kam die Eislinger Mannschaft im Angriff besser zurecht und konnte endlich auch aus dem Rückraum den Druck auf die gut stehende TV-Abwehr verstärken. Dadurch fielen endlich die ersten Eislinger Treffer, aber der TV Jahn blieb bis zum Ertönen der Pausensirene immer ein bis drei Tore vorne. Das absolute Negativ-Highlight der ersten Hälfte war eine äußerst brutale Attacke eines TV-Spielers gegen den frei durchgelaufenen Steffen Dannenmann. Konsequent und folgerichtig die Entscheidung der Schiedsrichter: Disqualifikation. Eine weitere Disqualifikation ereilte dann Eislingens Manuel Kolb in der zweiten Hälfte. Wegen einer mehr als zweifelhaft anzusehenden Entscheidung bekam er eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe ausgesprochen und verschaffte seinem Unmut darüber lauthals Luft. Die Schiedsrichter griffen auch hier konsequent durch und brummten ihm weitere zwei Minuten auf. Da dies die dritte Zeitstrafe für ihn war, musste er von da ab das Spiel auf der Tribüne verfolgen. Die zweite Halbzeit hatte zunächst noch mit leichten Vorteilen für den TV Jahn begonnen. Das Blatt wendete sich in Minute 41: Mit 12 : 13 ging die TSG zum ersten Mal in Führung und konnte diese in der Folge zeitweise bis auf drei Tore vergrößern. Ab der 50sten Minute hätte der Vorsprung dann noch deutlicher werden müssen, aber mehrere gut heraus gespielte Torchancen wurden kläglichst vergeben. Der entstehende Verdacht, dass die Eislinger Spieler dadurch bei ihrem heftig mitfieberndem Anhang auf der Tribüne Wohlseinsbeeinträchtigungen durch zu stark abfallenden Blutdruck oder ähnlichem vermeiden wollten, lässt sich allerdings faktisch nicht belegen. Fazit des Spiels: Sehr starke Torhüter auf beiden Seiten, die etliche Chancen zunichte machten. Ebenfalls stark stehende Abwehrformationen gegen die sich die Angreifer überaus schwer taten. Die Verwertung der heraus gespielten Chancen war auf beiden Seiten mehr als mangelhaft anzusehen, wobei sich die TSG-Spieler noch den Luxus leisteten, fünf Siebenmeter zu verballern. Ausschlaggebend für den Eislinger Sieg war trotz weniger Wechselspieler die bessere körperliche Verfassung und der dadurch vorhandene Konzentrationsvorsprung in der letzten Viertelstunde des Spiels.


Es spielten: Alexander Schäfer, Julian Reik; Dennis Gams, Fabian Seufert, Stefan Rieker, Peter Jäkle (1), Stefan Scholl (3), Joachim Blochum (2), Manuel Kolb (3), Jochen Zoldahn (2), Steffen Dannenmann, Marc Dannenmann (8)

Torfolge im Fünfminutenzeitraffer: 1 : 0, 3 : 0, 5 : 3, 7 : 5, 7 : 6, Halbzeit: 9 : 7, 12 : 10, 12 : 12, 13 : 14, 14 : 16, 15 : 17, Endstand 17 : 19


Spielsekretär Timo Hommel schaut auf die Uhr: Wo bleiben die Schiedsrichter?



Männermannschaft 2 Kreisliga B Staffel 1

Die Zweite von Trainer Udo Pallasch verlor bei der Hofener Vierten mit 22 : 17.

Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Artikel:

http://www.tsg-eislingen.de

 

 

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