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Die Leichtathletik-Abteilung der TSG Eislingen stellt sich vor
31.1.2011 - TSG 1873 Eislingen e. V. Anja Greiner
Vor mehr als 90 Jahren wurde am 14. Januar 1920 bei der Turnratssitzung des TB (Eislingen-Nord) im geschichtsträchtigen 'Ritter' (heute bekannt als Meschugge) die 'Hinführung' einer Leichtathletik-Abteilung beschlossen. Nach diesem Beschluss wurde Sportwart Sihler beauftragt, Speer und Diskus anzuschaffen. Die Sprungständer sollten die Turnhallenverwalter selbst anfertigen. Noch im selben Jahr beteiligt sich die Leichtathletik-Abteilung bei ihrem ersten Sportfest in Schwäbisch Hall, bei dem bereits 1. Preise im Hochsprung und Speerwurf gewonnen werden konnten.
Doch der Grundstein der Leichtathletik-Abteilung wurde schon 6 Jahre früher gelegt. Bei der Turnratssitzung des TV 1873 am 5. März.1914 bat der Turnwart Luther um die Anschaffung eines Speeres zum Preis von 2,50 Reichsmark. Der Speer sollte in der folgenden Zeit noch eine wichtige Rolle spielen und bei dem ersten großen Erfolg einer Eislinger Athletin beteiligt sein. Nach sehr guten Leistungen zu Beginn der 30er Jahre, schaffte die Mehrkämpferin Lydia Eberhardt 1936 den großen Wurf. Mit dem Speer durfte Lydia Eberhardt bei den Olympischen Spielen in Berlin an den Start gehen und konnte sich bis ins Finale kämpfen. Dort belegte das 'Schwabenmädl' mit 41,37 m einen sechsten Platz.
Ende der 50er Jahre erfreute sich das neue Eislinger Stadion größter Beliebtheit. Mit den Württembergischen Leichtathletik Jugendmeisterschaften 1956 erlebte das Stadion seine inoffizielle Eröffnung. Der Stadtverband Sport beschloss den Eislinger Stadtlauf 1957 aufgrund der Verkehrsverhältnisse in das Stadion zu verlegen und der Stadtlauf im folgenden Jahr wurde als 'Bahneröffnungslauf' ausgetragen. Das Eislinger Stadion war außerdem ein gefragter Austragungsort für Kreismeisterschaften und kreisoffene Schülersportfeste.
In den 80er Jahren und Anfang der 90er konnten die Eislinger Leichtathleten viele Erfolge in den Mittelstrecken und im Hochsprung feiern, die das Trainerherz höher schlagen ließen. Dies zeigt sich vor allem in der Kreisrekordliste, in der die TSG Eislingen der dominierende Verein im Mittelstreckenlauf ist.
Bei den Württembergischen Schülermeisterschaften 1988 wurde Steffen Ecker Vizemeister über 1000 m in 2:49,3min. Doch schon zwei Wochen zuvor war der 14-jährige in 2:47,8 Kreisrekord gelaufen, den er, ebenso wie den der 15-jährigen und B-Jugendlichen, noch heute hält. Nur die Rekorde von seinem Vereinskameraden Matthias Häge bei der Jugend A und bei den Aktiven konnte er nicht knacken.
Nicht weniger eindrucksvoll sind die (Kreisrekord-) Zeiten der Mittelstreckenstaffeln der Aktiven über 4x400 m bzw. 4x800 m in der Besetzung Wilfried Endress, Matthias Häge, Thomas Mürder und Hannes Kleinheinz bzw. Michael Mürder.
Aber auch die Hochspringer wurden mit schwindelerregenden Höhen zum Aushängeschild der Leichathletik-Abteilung. Andreas Zwicker und Achim Frank überboten gegenseitig ihre Bestleistungen. Als A-Jugendliche hatte schließlich Achim Frank mit seinem Kreisrekord von 2,06 m knapp die Nase vorn. Dafür hält Andreas Zwicker noch heute den Kreisrekord der Aktiven mit 2,12 m.
Mit der Jahrtausend-Wende bewegte sich einiges bei der Leichtathletik, bei dem vor allem die Mädchen mit tollen Leistungen im Sprint/Sprung-Bereich überzeugen konnten. Hervorzuheben ist das Jahr 2003. In diesem Jahr konnten die B-Jugendlichen Iris Eberhard, Bianca Eberlein und Tina Gaedicke die ersten drei Plätze der Kreisbestenliste im 100m-Sprint belegen. Iris Eberhard wurde zudem deutsche Vizemeisterin im 100 m Hürdensprint der B-Jugend und zusammen mit der A-Schülerin Sarah Denzinger wurde aus dem Trio ein sehr erfolgreiches 4x100m Staffel-Quartett, das bei den deutschen Jugendmeisterschaften am 15.6.2003 einen überraschenden 4.Platz belegte. Ein paar Wochen zuvor stellten die vier im Stuttgarter Gottlieb-Daimlerstadion mit 47,48s einen Kreisrekord auf, der noch heute bei der weiblichen B- und A Jugend und auch bei den Frauen besteht. Aber ein Athlet stand den Mädchen in nichts nach: Patrick Sihler. Er setzte bei den U18-Weltmeisterschaften im kanadischen Sherbrooke ein kräftiges Ausrufezeichen. Nach 10,67s im 100m-Finale belegte er einen sechsten Platz und stellte einen noch heute bestehenden Kreisrekord auf. Bereits 6 Jahre zuvor brachte Alexander König von den Deutschen Jugendmeisterschaften Bronze im 100 m Sprint mit nach Hause.
Heute befindet sich die Leichtathletik-Abteilung in einer Wiederaufbau- und Neustrukturierungsphase. Viele Leistungsträger mussten aufgrund von Studium, Ausbildung oder Schule mit dem Leistungssport aufhören. Dies stellte natürlich einen großen Verlust für die Leichtathletikabteilung dar. Doch man blickt optimistisch in die Zukunft. Mit Romulus Moise, Diplomsportlehrer und bald 30 Jahre Trainer in Eislingen, Dietmar Zurmühl, A-Lizenz-Trainer und ehemaliger Landestrainer, und Stefan Zurmühl verfügt die Leichtathletik über ein sehr engagiertes Trainerteam, deren Ziel es ist, Kinder und Jugendliche für die Leichtathletik zu begeistern. Wer an der Leichtathletik interessiert ist, ist herzlich zum reinschnuppern und mitmachen eingeladen.
Trainingszeiten:
Jahrgänge 2000 - 2003:
Mittwochs: 17:00 bis 18:30 Uhr Öschhalle II
Freitags: 18:00 bis 19:30 Uhr Öschhalle I
Jahrgänge 1999 und älter:
Mittwochs: 18:45 bis 20:15 Uhr Öschhalle I
Freitags: 18:00 bis 20:15 Uhr Öschhalle I
Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Artikel:
http://www.tsg-eislingen.de
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TSG 1873 Eislingen e. V. -
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