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Reine Fichtenwälder haben ausgedient
Gemeinderat unternimmt Waldbegehung
20.10.2012 - PSE (Pressestelle der Stadt Eislingen)
Bei einer Begehung informierten Revierförster Michael Schwarz und Forstamtsleiter Tobias Volg über die Erholungsfunktion des Waldes, die erforderlichen Pflegemaßnahmen und das Alt- und Totholzkonzept. „Nach dem Sturm „Lothar“ im Jahr 2000 und dem starken Borkenkäferbefall hat sich der Wald weitgehend erholt“, erläuterten die Forstfachleute dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung.
„Der Wald besteht auf Eislinger Markung zu 2/3 aus Laubbäumen und zu 1/3 aus Nadelbäumen“, erklärte Michael Schwarz zu Beginn der Begehung. Die Planung über 10 Jahre sieht vor, dass pro Jahr ca. 130 Festmeter Holz eingeschlagen werden sollen. „Sie können sich vorstellen, dass das circa 6 LKWs Holz entspricht“, so Schwarz. Das Ziel, Kosten und Einnahmen in etwa auszugleichen, wäre damit erreicht. Ein nennenswerter Ertrag ist damit aber nicht zu erzielen.
Folge des Klimawandels
Die Fachleute konnten auf Nachfrage von Oberbürgermeister Klaus Heininger bestätigen, dass das Bewusstsein für standortgerechte Pflanzungen größer geworden ist. Man tendiert heute eher zu Mischbaumbeständen. „Aufgrund des Klimawandels sind reine Fichtenwälder für die Eislinger Markung ohnehin nicht mehr zu empfehlen“, machte Revierförster Michael Schwarz deutlich. Als Folge des Klimawandels wurde eine Baumarteneignungskarte für unterschiedliche Witterungsbedingungen erstellt. In dieser Karte wird auf die Probleme der jeweiligen Baumarten durch den Temperaturanstieg und die zu erwartende Wasserknappheit eingegangen.
Durch diese Erkenntnisse hat man bei den durch den Sturm „Lothar“ frei gewordenen Flächen reagiert und ca. alle 10 m sogenannte „Eichentrupps“ gepflanzt. Schwarz: „Eichen kommen mit dem Temperaturanstieg und weniger Wasser relativ gut zurecht.“ Die Zwischenräume wurden der natürlichen Verjüngung überlassen. Durch entsprechende Pflegemaßnahmen müssen die Eichen nun gesichert werden. „Dies wird eine der Hauptaufgaben der nächsten Jahre sein“, erklärte Michael Schwarz.
Alt- und Totholzkonzept
Für die ökologischen Belange des Waldes ist es wichtig, dass die Bäume ausreichend altern können, machten die Fachleute deutlich. In einem Wirtschaftswald werden die Bäume vorher gefällt. „Doch gerade das Totholz bringt Artenvielfalt“, so Forstamtsleiter Tobias Volg. „Die Larven des Hirschkäfers sind z.B. zu 100 % auf abgestorbenes Eichenholz angewiesen.“ Deshalb werden speziell Flächen aus der Bewirtschaftung genommen und man lässt bewusst Bäume stehend alt werden. Dafür werden einzelne oder mehrere Bäume, sogenannte Habitatbaumgruppen, vorgesehen und markiert. Ab einer Fläche von 1 ha können auch sogenannte Waldrefugien ausgewiesen werden. Hier eignen sich Flächen, die ohnehin schlecht zu bewirtschaften sind. Um keine Waldbesucher zu gefährden, sollten diese Flächen oder Baumgruppen entfernt von Wegen liegen, erläuterten Tobias Volg und Michael Schwarz.
Oberbürgermeister Klaus Heininger erinnerte daran, dass auch in Eislingen ein Waldrefugium geplant war. Die Fläche ist aber relativ schmal, links und rechts grenzen private Wälder an. „In den Randbereichen von Waldrefugien sind sogenannte Sicherheitskorridore einzuplanen“, führte Tobias Volg zum schwierigen Zuschnitt der vorgesehenen Fläche aus. Der Naturschutzbeauftragte der Stadt, Wolfgang Lissak, ist derzeit in Verhandlungen über den Ankauf von weiteren Waldflächen für diesen Zweck.
Starker Verbiss an Jungbäumen durch das Wild
Forstamtsleiter Tobias Volg wies auch auf die starken Verbissschäden an Jungbäumen hin. „Insbesondere an Tannen fällt dies auf und ist ein Indiz dafür, dass es zu viele Rehe gibt“, so der Fachmann. Mit Vertretern der Jagdgenossenschaft wurde bereits besprochen, dass der Bestand an Rehen in den nächsten Jahren vermindert werden muss. Die Kosten für spezielle Schutzmaßnahmen für Jungbäume seien sehr hoch.
Abschließend bedankte sich Oberbürgermeister Klaus Heininger bei den Vertretern der Forstverwaltung für die interessante Führung und die ausführlichen Darstellungen.
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 Vertreter des Gemeinderates, der Verwaltung, Revierförster Michael Schwarz und Forstamtsleiter Tobias Volg
 Forstamtsleiter Tobias Volg erläutert die Flächen des städtischen Waldbestandes |  Revierförster Michael Schwarz (Mitte) macht die Auswirkungen des Klimawandels deutlich |  Oberbürgermeister Klaus Heininger bei der Begrüßung zur Begehung des Stadtwaldes |
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