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Roten Treff zum Thema 'Klimawandel und die Energiewende in Deutschland'.
10.8.2015 - PM SPD Eislingen
In der Sommerpause nutzte die SPD Eislingen die Gelegenheit um ein überregionales, ja internationales Thema anzusprechen. Passend zu den rekordverdächtigen Temperaturen hieß das Thema 'Klimawandel und die Energiewende in Deutschland'. Christoff Klinkicht stellte am Anfang klar, dass der Klimawandel nicht zu leugnen sei, und dass die Menschheit einen nicht unbedeutenden Anteil am Treibhauseffekt hat. Nichtsdestotrotz sei die Berichterstattung in den Medien verwirrend, da ausschließlich vom Schmelzen der Arktis berichtet würde und der Rekordeisbestand in der Antarktis unerwähnt blieb. Zusätzlich seien Einflussfaktoren wie die Aktivität der Sonne und die Stärke des Erdmagnetfelds keine Berichterstattung wert, obwohl diese Faktoren das vergangene Klima auf der Erde maßgeblich beeinflusst haben.
Danach wurde über das erneuerbare Energiegesetz diskutiert. Dabei war man sich einig, dass am Anfang die Einspeisevergütung von teilweise über 50 Cent pro kWh übertrieben waren und den Strompreis explodieren ließen. 'Eine Kugel Eis pro Monat wurde zu einer Kugel Eis pro Werktag und wird hoffentlich nicht zu einer Kugel Eis pro Stunde', legte Klinkicht dar. Heute zahlt Deutschland nach Dänemark die zweitteuersten Strompreise in Europa, was dazu führte das große Industriebetriebe von der EEG-Umlage befreit werden mussten, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden. Deutschland bezieht etwa 50% seines Strombedarfs aus Kohle- und Atomenergie. Es sei unwahrscheinlich bis 2033 aus beiden Energieformen aussteigen zu können; die Meinung, dass der Ausstieg aus der Verlängerung der AKW-Laufzeiten ein übereiltes Fehlverhalten war, führte zu heftigen Diskussionen. Schließlich erinnere man sich immer noch an Tschernobyl und ein Desaster wie in Fukushima könne jederzeit überall passieren. Stadtrat Peter Ritz äußerte zudem, dass die Atomlobby die wahren Kosten der Atomenergie und der Entsorgung des radioaktiven Abfalls schönrede und eine staatliche Regulierung der Energie, wie bei Post und Bahn in früheren Zeiten, eine mögliche Lösung des Problems sei. Das Thema wird sicherlich aktuell bleiben und es war sicher nicht der letzte Rote Treff, der sich mit diesem Thema beschäftigt hat.
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