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Festliche Orgel- und Trompetenklänge in der Christuskirche Eislingen

Trio Toccata mit begeisterndem Orgel- und Trompetensound

26.9.2019 - Christuskirche

 

Vergangenen Sonntag fand in der Eislinger Christuskirche ein wahrhaft festliches Konzert für zwei Trompeten und Orgel statt. Pfarrer Frieder Dehlinger begrüßte herzlich die Musiker des „Trio Toccata“: Patrick Brugger (Orgel) Tettnang, Florian Keller- Langenargen und Daniel Bucher - Kirchheim. Die beiden Letztgenannten brachten nicht nur Trompeten verschiedener Stimmung sondern auch Flügelhörner zu Gehör.

Eingangs ging es im „Concerto a trè“ gleich schwungvoll ans Musizieren heran mit strahlenden Klangpassagen in den Ecksätzen der Komposition des italienischen Bach-Zeitgenossen Francesco Manfredini.

Patrick Brugger führte bei seinen einführenden Worten zum Konzert aus, dass sein Instrument, die dreimanualige, von Friedrich Wilhelm Schwarz 1901 erbaute Orgel im Münster „Unserer lieben Frau“ zu Salem, der Link-Mühleisen-Orgel in der Eislinger Christuskirche zeitlich und technisch ähnlich ist. Also ist der Orgel-Künstler bestens vertraut mit dem pneumatischen Traktursystem und konnte somit bravourös die „Toccata“ in F-Dur (Werkeverzeichnis 157) des Lübecker Frühbarockmeisters Dieterich Buxtehude mit seinen abwechslungsreichen Kompositionen spielen: Linearpassagen oder akkordische Abschnitte, an die sich dann die vierstimmige Fuge anschloß.

Wieder ging es tüchtig zur Sache in Samuel Scheidt`s (geb. 1587) „Galliard Battaglia“, worin die konzertierenden Trompeten in der klingenden Musik „einen Kampf, bzw. Wettstreit“ darstellen, wie er vermutlich bei höfischen Zeremonien oder als Bühnenmusik aufgeführt wurde.

Ganz im Sinne der Festlichkeit erklang dann auch die „Music for the Royal Fireworks“, wiederum im brillantem „D-Dur“ des deutschen Wahl-Londoners Georg Friedrich Händel. Die hoch-virtuose Komposition wurde von König Georg II. in Auftrag gegeben anlässlich des Aachener Friedensschlusses von 1748 für das Feuerwerk im darauffolgenden Jahr. Zweifelsfrei waren die fünf abwechslungsreichen Sätze durch die Interpretation der drei Künstler das musikalische Zentrum des Konzertes. Daran anschließend erklang dann auch in bestem Sinne das „Concerto“ d-moll des Hamburger Barockkomponisten Georg Philipp Telemann, mit vier Sätzen in langsamer und schnellen Abwechslung. In beiden gewichtigen Barock-Kompositionen kamen dann zur angenehmen Entspannung die Flügelhörner zu Gehör.

Ganz eigene organistische Akzente setzt der Künstler Patrick Brugger durch die Brahms’sche (geb. 1833) Choralbearbeitung „Herzlich tut mich erfreuen die liebe Sommerzeit“ im Text von Johann Walter (1552) mit der Melodie aus Wittenberg (1545 und 1552), sodann von Hubert Parry ein „Choralpräludium“ über „Eventide“ – „Abide with me“ bzw. „Bleib bei mir Herr! Der Abend bricht herein“. Die ursprüngliche Melodie von William Henry Monk aus dem Jahr 1861 spielt hier die wichtigste Rolle. Durch gute Verbindungen des englischen Romantikers Parry zu W. H. Monk konnte die sehr gesangliche Komposition des oben genannten Parry entstehen.

Gegensätzlich dazu trug Brugger mit technischer und musikalisch-ausdrucksstarker Bravour die „Fantaisie“ in Es-Dur von Camille Saint-Saens (geb. 1835) vor, wobei er entsprechend klanglich zarte oder dann auch kräftige Registrierungen und Orgelklänge zu Gehör brachte.
Souverän und sich gegenseitig inspirierend musizierten die drei Künstler in Ergänzung zu den oben genannten Barockwerken ein dreisätziges Werk des englischen Komponisten Frederic H. Cowen (1852-1935) betitelt „Solemn Piece for two Trumpets and Organ“ und als festliche Zugabe in bester „Night of the Proms“-Atmosphäre – eine Paraphrase über Edward Elgars March „Pomp and Circumstances“, das weltbekannte „Land of Hope and Glory“, welches auch unlängst in Londons berühmtesten Konzerthaus, der „Royal Albert Hall,“ erklang.
Mit herzhaftem Beifall bedankte sich das zahlreich erschienene Publikum für die Spielfreude, Klangqualität und hohe Perfektion der drei sympathischen Künstler des „Trio Toccata“. (Eckhart Naumann)

INFO:
An dieser Stelle kann schon hingewiesen werden auf die „Night of classics“ am 6. Oktober 2019 um 18 Uhr in der Christuskirche Eislingen, mit Jürgen Rothfuß und Freunden.

 

 

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Eislingen

Patrick Brugger, Florian Keller und Daniel Bucher in der Christuskirche (Foto SR)


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