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„Blutspender sind Vorbilder und Idealisten“

In Eislingen wurden zahlreiche Mehrfach-Blutspender geehrt

14.12.2022 - PSE (Pressestelle Stadt Eislingen/Fils)

14 Blutspenderinnen und Blutspender haben sich im letzten Jahr durch ihre außergewöhnliche Spendenbereitschaft ausgezeichnet.
Dafür bedankte sich Oberbürgermeister Klaus Heininger bei einem besonderen Ehrungsabend im Rathaus. Spitzenreiter mit 100 Blutspenden war Franz-Jürgen Pribil.
Insgesamt spenden nur knapp 4% der Bevölkerung Blut. Um die Versorgung sicherzustellen, bräuchte man etwa 6% der Bevölkerung, als regelmäßige Dauerspender, um die Versorgung langfristig zu sichern. Im Mittelpunkt der Blutspenderehrung stand für das Eislinger Stadtoberhaupt deshalb großer Dank, Anerkennung und die Bitte, die Spendentermine weiter anzunehmen. Denn jeden Tag werden ca. 15.000 Blutspenden in Deutschland benötigt, die Hoffnung für schwer erkrankte Menschen sind.

„Ihr Verhalten ist eine Geste, die nicht mit Geld aufgewogen werden kann“, würdigte Oberbürgermeister Klaus Heininger den selbstlosen Einsatz seiner Gäste an diesem Abend, die eine große Portion Nächstenliebe, Idealismus, und Hilfsbereitschaft aufbringen würden. Wie wichtig eine Blutspende sei, werde vielen erst richtig bewusst, wenn man selbst oder jemand aus dem nächsten Bekanntenkreis auf eine derartige Blutspende angewiesen sei. Denn es gibt bislang noch keine künstliche Alternative für Blut. Das konnte ein Mehrfachspender aus eigener Erfahrung an diesem Abend unterstreichen. Sein persönlicher Anstoß für die erste Blutspende sei vor vielen Jahren tatsächlich die lebensbedrohliche Erkrankung eines sehr engen Familienmitglieds gewesen.
Beim wichtigsten Teil des Abends zollte das Stadtobernhaupt Respekt für das geleistete Engagement und bezeichnete seine Ehrengäste als Vorbilder und Idealisten unserer Gesellschaft. Neben Ehrennadel und Urkunde übergab er noch ein persönliches Dankeschön in individueller Zusammenstellung entsprechend der geleisteten Spendenanzahl. Dies reichte vom alkoholfreien Prisecco über Handtücher mit eingesticktem städtischem Logo (Stadtlogo) bis hin zu Theaterkarten für die Stadthalle.
Ehrungsgaben für beachtliche 10 Blutspenden erhielten Andre Bräunig, Margot Gairing, Benjamin Keleta, Sarah Scheer, Moritz Lindwurm und Yasin Yilmaz. Für 25-faches Spenden wurden Grazyna Pfau, Hermann Scheider und Andrea Siebel ausgezeichnet. Für 50 geleistete Blutspenden wurden Frank Buschmann und Joachim Renninger geehrt und Andreas Geiger erhielt die Blutspenderehrennadel für 75- maliges Spenden.

Die höchste Spendenanzahl leistete Franz-Jürgen Pribil für 100 Blutspenden. Dafür erhielt er die Blutspender-Ehrennadel in Gold.
Dass möglichst viele Menschen spenden und dies verlässlich tun, dafür warb in diesem Rahmen auch der 1. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Thomas Ruckh. Zu fünf Spendenaktionen lädt das DRK-Team jedes Jahr in die Eislinger Stadthalle ein. Grundsätzlich seien die Termine immer gut besucht „allerdings gab es in den letzten zwei Jahren noch freie Plätze, die vermutlich der Corona -Pandemie geschuldet waren“, mutmaßte er. Umso positiver wertete Thomas Ruckh das vorbildliche Engagement der geladenen Blutspenderinnen und Blutspender, die anderen Menschen ein Weiterleben ermöglichen. Sein Anliegen bekräftigte er mit einem herzlichen Dank an alle Geehrten und seinem Apell „bleiben Sie uns bitte treu.“

Blut spenden kann jeder Gesunde vom 18. bis zum 73. Geburtstag. Erstspender dürfen jedoch nicht älter als 64 Jahre sein. Damit die Blutspende gut vertragen wird, erfolgt vor der Entnahme eine ärztliche Untersuchung. Rund eine gute Stunde Zeit sollten Spenderinnen und Spender dafür einplanen. Eine Stunde, die ein ganzes Leben retten kann.

 

 

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