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Bosbach in Eislingen

„Mein Freund Tom Schneider“

25.5.2024 - CDU Eislingen Andreas Gruß

Diesen Beginn hatte sicher keiner der Besucher bei der Veranstaltung der Eislinger CDU im brechend vollen und wunderbar hergerichteten Kesselhaus der Buntweberei erwartet. Der 'Place to be' in Eislingen bot das perfekte Ambiente für eine solche Veranstaltung, so der Pressesprecher der Eislinger CDU, Andreas Gruß.
Bevor der früherer CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach mit seiner so launigen wie pointierten Rede begann und die Dinge in gewohnter Weise ohne falsche Scheu beim Namen nannte, wandte er sich an eine Person im Publikum, die im Vorfeld mit zum Gelingen des Abends beigetragen hatte.
“Wo ist mein Freund Tom Schneider” fragte Bosbach noch bevor er über den Wirtschaftsstandort Deutschland, gerechten Lohn für die Lebensleistung deutscher Arbeitnehmer, Leitkultur, seinen türkischen Schwiegersohn und amüsante Begegnungen auf Kreuzfahrtschiffen sprach.
Der junge Kandidat auf der Liste der Eislinger CDU zur Gemeinderatswahl habe mit der “Ausdauer eines tibetanischen Bettelmönches” die Veranstaltung im Kontakt mit ihm intensiv im Vorfeld begleitet. Bosbach schilderte den Schriftverkehr, als wäre es der Beginn einer Kabarettveranstaltung und begeisterte so das Publikum von der ersten Sekunde an.
Auch wenn er nicht alle Nachrichten des Kreisvorsitzenden der Schüler Union angesichts von Besuchsanfragen im vierstelligen Bereich habe beantworten können, nutzte Bosbach die Gelegenheit, am Beispiel von Tom Schneider das Engagement junger Menschen in Parteien zu loben. Bürger allen Alters seien wichtig beim ehrenamtlichen Engagement, doch die jungen seien dafür immer seltener zu gewinnen.
Aber nur durch aktive Bürger, die sich auch in Parteien für das Gemeinwesen engagierten, könne unsere Demokratie leben und gedeihen, betonte Bosbach, den der Vorsitzende der örtlichen CDU, Axel Raisch, in seiner Begrüßung dafür gelobt hatte, dass er die CDU als Volkspartei zusammengehalten habe, als “noch der uckermark’sche Mehltau über unserer Partei lag”.
Dass er wenige Minuten zu spät in Eislingen angekommen war, ärgerte den beliebten Politiker aus Bergisch Gladbach. Er bekannte sich zwar als rheinische Frohnatur, doch hinsichtlich klassischer Tugenden ist sein Anspruch preußisch, das wurde anhand seiner Worte schnell klar. Die Verkehrsverhältnisse rund um Stuttgart hatten ihn zu viel Zeit gekostet und - wie er berichtete - gelehrt, dass er auf den Straßen indischer und südafrikanischer Metropolen noch nicht das größte Staunen hinterm Steuer erleben musste: “Und dann kam ich auf die B27…”.
Auch eine Folge der prosperierenden Wirtschaft in der Region. Bei Oberklasse-Pkw sowie in etlichen Bereichen der Industrie gebe es in Deutschland - “gerade hier in dieser Gegend” - noch etliche Weltmarktführer. Wie aus der Pistole geschossen zählte Bosbach große Namen aus dem Ländle auf. Von Herrenknecht bis Würth. Nicht jedoch ohne auch darauf hinzuweisen, dass Deutschland bereits dabei sei, bei Zukunftstechnologie den Anschluss zu verlieren.
Der Vertreter der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, die neben dem CDU Stadtverband Eislingen und dem Kreisverband Göppingen Mitveranstalter des Abends war, Bezirksvorsitzender Thomas Rapp aus Uhingen hatte in seinem Grußwort ebenfalls auf die Herausforderungen sowie die Bedeutung des Mittelstandes hingewiesen; das Ethos des Selbständigen gelte es wieder mehr zu pflegen.
Der Stellvertretende Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes, Benjamin Wahl, der die beim Bundesparteitag weilenden Abgeordneten und die Kreisvorsitzende vertrat, betonte, dass „die vielen Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderats- und Kreistagswahlen ihr Gesicht zeigen und somit in der Öffentlichkeit dafür einstehen, dass es sich lohnt, selbst aktiv zu werden, mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Das zeichnet unsere Demokratie aus, und deshalb gebührt auch den Kandidatinnen und Kandidaten unser ganz besonderer Dank - gerade in Zeiten, in denen es wieder vermehrt zu Angriffen im Wahlkampf kommt“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Benjamin Wahl. „Die CDU übernimmt vor Ort Verantwortung und die Mitglieder sind breit in Kirchen, Vereinen und Initiativen engagiert. Wir sind die Kommunalpartei und machen durch diese Verwurzelung bei den Menschen ganz konkret jeden Tag verantwortungsvoll und pragmatisch die Welt ein bisschen besser“, so Wahl weiter.
Äußerst unterhaltsam, wie man Wolfgang Bosbach kennt, schilderte er auch die Erlebnisse mit seinem türkischen Schwiegersohn. Der 71-jährige aus Bergisch-Gladbach zeigte auf, dass er Toleranz und Miteinander lebt. Nur einmal kam sie an ihre Grenzen: als ihm sein Zweijähriger Enkel im Galatasaray-Trikot entgegenkam. So gelang es Bosbach, das Thema vom Kopf auf die Füße zu stellen. Vielfalt richtig zu verstehen, Leitkultur nicht als Zumutung, sondern als sinnvolle Regel für gemeinsames Zusammenleben zu definieren.
So, wie es auch die Kandidaten mit Migrationshintergrund auf der Liste der CDU verstehen. “Sie repräsentieren echte Vielfalt, haben das Aufstiegsversprechen ernst genommen, wollen Deutschland gemeinsam weiterentwickeln und nicht umbauen; mit konservativen Grundwerten passen sie perfekt zur CDU”, so der örtliche Vorsitzende Raisch weiter.
Bosbach berichtete in diesem Zusammenhang auch von einem Besuch in einem arabischen Land, in dem ihm gleich zu Beginn seines Aufenthalts Regeln für das Verhalten im Land ausgehändigt worden seien: “Hat es mich gestört? Nein, das gehört sich so.”.
Gerade die Verknüpfung seiner Beispiele aus dem Leben, aus seinem Leben, dem Alltag der Menschen mit einer politischen Haltung, verleiht dem langjährigen Bundestagsabgeordneten Authentizität und Glaubwürdigkeit. Dass die Versorgung seiner 96-jährigen Mutter ihn und seine Schwester, eine pensionierte Lehrerin, viel koste, könnten sie tragen. Tragisch sei es aber, wenn bei vielen Bürgern des Landes, mühsam Erspartes nicht ausreiche, um im Alter gut versorgt zu werden. Hier werde das Gerechtigkeitsempfinden in der Bevölkerung zurecht verletzt. Das schade dem Miteinander im Lande. Deshalb sei es eine vordringliche Aufgabe, hier etwas zu ändern.
Vom Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Eislinger Gemeinderat, Hans Jörg Autenrieth erhielt der passionierte Golfspieler Wolfgang Bosbach einen Satz Golfbälle mit auf den Weg zu seinem nächsten Termin. Jedes Jahr absolviert der viel gefragte Mann noch immer rund 300 Termine. Die Anfragen sind natürlich ungleich höher, deutlich vierstellig. „Die Eislinger CDU ist stolz und glücklich, dass Bosbach unseren Wahlkampf “Wir sind CDU - CDU pur, Ihre Stimme für Eislingen” unterstützt hat“, betont CDU-Pressesprecher Andreas Gruß abschließend.
Kaum einer der Besucher, unter denen auch Stadträte anderer Fraktionen sowie Alt-Landrat Weber waren, dürfte die Veranstaltung verlassen haben, ohne ein “Selfie” mit Wolfgang Bosbach gemacht zu haben oder ein Buch signieren zu lassen. Bei Getränken, zu denen die Gäste von MIT und CDU eingeladen waren, klang der Abend bei leidenschaftlichen Diskussionen und guten Gesprächen aus.

 

 

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