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Platzkonzert von TSG Musikzug und Spielmannszug Süßen

 

Klangvoll, kunterbunt, komplett verrückt

TSG‑Musikzug und Spielmannszug Süßen erobern Konstanz

17.5.2026 - TSG Musikzug Gerold Deppisch

 

Wer am Samstagmorgen, den 16. Mai 2026 gegen halb acht in Eislingen unterwegs war, konnte Zeuge eines seltenen Naturschauspiels werden: Sechs Autos voller erstaunlich wacher Musikerinnen und Musiker des TSG‑Musikzugs setzten sich pünktlich und staufrei Richtung Konstanz in Bewegung. Ziel war das Landesturnfest, wo drei Platzkonzerte zusammen mit dem befreundeten Spielmannszug aus Süßen geplant waren – und wo der Tag sich als eine Mischung aus musikalischer Mission, Wetterdrama und spontaner Abenteuerreise entpuppen sollte.

In Konstanz angekommen, startete die musikalische Reise vor dem Lago Shopping Center. Kaum erklang der „Bozner Bergsteigermarsch“, zeigte der Himmel, dass er ebenfalls etwas beitragen wollte – in Form eines kurzen, aber entschlossenen Regenschauers. Die Musiker nahmen es gelassen, suchten Schutz, rückten enger zusammen und spielten anschließend weiter, als wäre Regen nur ein besonders hartnäckiger Taktfehler.

Eine Stunde später verwandelte sich die Stadt in eine Postkarte. Am Kaiserbrunnen, umgeben von Sonnenschein, Straßenkaffees und neugierigen Passanten, präsentierten die beiden Züge ihr volles Programm: von „The Whistling Scout“ über „Du hast den Farbfilm“ vergessen bis hin zu „The Bare Necessities“. Die Stimmung war so gut, dass selbst der Brunnen wirkte, als würde er im Takt mitwippen. Touristen blieben stehen, Kinder tanzten, und so mancher Kaffee wurde kalt, weil die Musik einfach spannender war.

Doch kaum war der letzte Ton verklungen, kippte das Wetter so abrupt, als hätte jemand am Bodensee einen Schalter umgelegt. Regen, Wind, Kälte – alles gleichzeitig. Das dritte Konzert am Barbarossabrunnen fiel ins Wasser, ein spontaner Auftritt im Lago war nicht erlaubt, und alternative Ideen wie Tretbootfahren oder ein Abstecher zum Rottweiler Aussichtsturm wurden schnell verworfen. Bei Regen sieht man eben weder See noch Aussicht.

Also musste ein neuer Plan her. In Singen entdeckte die Gruppe den Flipped Funpark, eine bunte Mischung aus Trampolinhalle, Kletterwelt, Gruselshow und Adrenalinspektakel. Beim Eintritt bot die Gruppe als charmantes Extra ein kleines Ständchen an. Der Funpark war begeistert, die Social‑Media‑Abteilung sowieso, und schon landeten die Musiker in den Kanälen des Parks – natürlich nicht ohne selbst fleißig zu filmen.

Drinnen tobten die Kinder und Jugendlichen über Trampoline, durch die Gruselshow und das Todesrad, während die Ü40‑Fraktion gemütliche Ruhezonen fand, in denen man entspannt zuschauen oder sich langsam wieder an normale Herzfrequenzen gewöhnen konnte. Die Stimmung war ausgelassen, der Spaßfaktor hoch, und der Tag entwickelte sich zu einem Erlebnis, das man so nicht planen kann – aber genau deshalb nie vergisst.

Eislingen

Musikerinnen und Musiker aus dem Filstal in Aktion

Eislingen

Im Flipped Fundpark in Singen

Eislingen

Dirigentin Carmen Stiefel mit Maskottchen

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