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Hohenstadt ist eine Reise wert
18.9.2009 - B.Nürk
Zum traditionellen Halbtagesausflug der Christuskirchengemeinde im September war eine erfreuliche Anzahl Seniorinnen und Senioren aus ganz Eislingen gekommen. Ziel waren Schloss mit Schlosspark und Wallfahrtskirche in Hohenstadt bei Abtsgmünd.
Über die Alb, wo ein Regenschauer niederging, gelangten die Teilnehmer ins Remstal. Von dort fuhr der Bus über Land vorbei an Wälder, Wiesen, und Feldern und manch kleine Orte. Man erreichte das reizvolle Tal des jungen Kochers.
In Wöllstein war schon die Kaffeetafel für uns gedeckt und alle stärkten sich vor der Schlossbesichtigung an hausgemachtem Kuchen und heißen Kaffee.
Auf der folgenden kurzen Strecke grüßte bereits von der Hangkante Hohenstadt mit dem markanten Kirchturm herunter. Bald schon war die Reisegesellschaft am Ziel, wo uns der Schlossherr Graf Nikolaus von Adelmann bereits erwartete. Im Schlosshof, wo früher der Burggraben war, berichtete er geschichtliches: Die Burg hatte in Mittelalter mehrere Besitzer. „Seit 1407 – jetzt 17 Generationen - gehört es uns.“ erzählte der Besitzer. Im Dreißigjährigen Krieg erhielt das Geschlecht den Grafentitel. Kurz davor wurde das Schloss anstelle der Burg erstellt und inzwischen mehrmals erweitert. Nach dem Eintreten beeindruckte das große freitragende Treppenhaus mit den flachen Holzstufen und die Deckengemälde der vier Jahreszeiten.
Nun führte der Besitzer in den großen Saal, der schon für eine Hochzeit am Wochenende gerichtet war. Erstaunt vernahmen die Besucher, dass die monatliche Abschlagszahlung allein für Strom 600,-- Euro beträgt. Der Hausherr erklärte verschiedene Portraitbilder im Raum, darunter einige Bischöfe. Die Saaldecke zierten feine Stuckarbeiten. Weiter ging es durch mehrere kleinere, angrenzende Räume, in denen man sich nach Belieben umsehen konnte.
Auf dem Weg zur Kirche begann es zu regnen, doch gut beschirmt erreichten die Senioren das Gotteshaus. Auch hier wusste Graf Nikolaus - selbst Ruheständler - Interessantes zu berichten. Doch zunächst bewunderten die Besucher die reiche barocke Ausstattung der St. Patriziuskirche. Auch die gräfliche Loge im Chor konnten die Eislinger entdecken. In der Gruft werden heute noch die Grafen von Adelmann bestattet.
Nach der Reformation wurde die Schlosskirche evangelisch, doch unter dem Einfluss der katholischen Gattin von Wilhelm Christoph Adelmann kehrte man zum alten Glauben zurück. Die 15 Tafeln mit den Kreuzwegstationen stammen von dem Künstler Michael Enderle.
Zur Wallfahrtskirche wurde der Sakralbau nach der Überlieferung, als die damalige zierliche Schlossherrin die schwere Patriziusfigur eigenhändig von Neubronn nach Hohenstadt trug. Heute steht die spätgotische Figur über dem Hochaltar.
Als wir die Kirche verließen, schien wieder die Sonne. Und so stand einem Spaziergang im Schlosspark nichts entgegen. Der im franzoschen Stil angelegte Garten mit Laubhecken, einem Labyrinth, Buchsbaumbroderien und Blumenbeeten machte allen viel Freude. Auch einen über 100 Jahre alten Mammutbaum zeigte der Graf. Der sei wahrscheinlich ein Geschenk des württembergischen Königs, der aus Samen Mammutbäume in der Wilhelma gezogen habe. Man könne viel davon Im ganzen Land könne man heute noch viele davon finden, so Graf Adelmann.
(Bild 34)
Das Lusthaus am Ende des Parks, von dem man eine schöne Sicht auf das Kochertal und seine Umgebung hat, kann auf Anfrage für Trauungen angemietet werden. So können standesamtliche und kirchliche Trauung, ebenso wie das Festmahl alles in unmittelbarer Nähe am gleichen Tag stattfinden. Lediglich zum Übernachten müssen die Festgäste nach auswärts, erläuterte der adelige Führer.
Nach etwa zwei Stunden bestieg die Gruppe wieder den Bus und fuhr durch das hübsche Leintal. Die Rems wurde bei Möglingen überquert. Von Heubach ging’s über die Alb nach Steinenkirch zum vespern. Beschwingt und mit vielen, neuen Eindrücken kehrten wir schließlich nach Eislingen zurück. Inzwischen war es dunkel geworden und ein erlebnisreicher Tag ging zu ende. Ein herzlicher Dank gilt Diakon Hilsenbeck, der für uns diesen schönen Ausflug organisiert hat.
Der nächste Seniorennachmittag „Herbstfest mit Süßmost und Zwiebelkuchen“ findet am 1. Oktober ab 14.30 Uhr im Gemeindehaus an der Salacher Straße statt. Auch dazu sind wieder alle Interessierten ganz herzlich eingeladen. Auf ein Wiedersehen freuen sich Diakon Tino Hilsenbeck mit seinem Team.
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 Gruppenbild des Seniorenausflugs nach Hohenstadt
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