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Bergfahrt der Kolpingsfamilie Eislingen 2009
05.10.2009 - Kolpingsfamilie Eislingen Gerhard Frank
Die „familienhafte Gemeinschaft“ der Kolpingsfamilie Eislingen zeigte sich wieder einmal im Kreis der Teilnehmer und in der Auswahl des Quartiers. Die Ältesten waren über 70 Jahre alt, die Jüngsten hatten noch nicht einmal das erste Jahr vollendet. Dazu passte als Unterkunft das Kolping-Familienzentrum „Allgäuhaus“ in Wertach. Bodo und Daniela Staudenmaier, unsere Wanderführer, hatten dem Rechnung getragen und die Wanderer in zwei Gruppen aufgeteilt. An beiden Tagen wurden einfache Wanderungen, die auch mit dem Kinderwagen bewältigt werden konnten, und für die berggängige Gruppe entsprechende Touren ausgesucht.
Am Freitag, trafen sich alle Teilnehmer auf dem Parkplatz Vilstalsäge bei Pfronten. Gruppe 1 wanderte im Tal der Vils entlang zum sieben Kilometer entfernt auf einer Aussichtsterrasse gelegenen Alpengasthof „Rehbach“, um nach guter Einkehr auf dem gleichen Weg zurück zu gehen. Die zweite Gruppe testete ihre Kondition bei einem Anstieg von 600 Höhenmeter über die Gundhütte zur Dinserhütte auf 1493 m. Über die Stubenalpe bei Jungholz ging es wieder zurück ins Vilstal. Leider war die Sicht auf die umliegenden Berge doch sehr durch tiefhängende Wolken beeinträchtigt. Aber etwas anderes konnten wir beobachten und trauten anfangs unseren Augen nicht. Auf der Weide stand bei den Haflinger Pferden ein Reh. Es war kein bischen scheu und ließ sich auch aus der Nähe bewundern. Aus der Nähe stellten wir dann fest, dass es unserer Ansicht nach kein Reh war, sondern ein Hirschmädchen und dass dieses wohl von einer Pferdemutter aufgezogen wurde, und immer noch die Milchquelle suchte.
Gemeinsam fuhren beide Gruppen am späten Nachmittag zum „Allgäuhaus“ um die Zimmer zu belegen und das Abendessen, das auch auf Kinder ausgerichtet war, einzunehmen.
Der Samstag begann recht trübe. Die Sonne fand keine Lücke in den Wolken. So fuhren wir mit gemischten Gefühlen zur Breitenbergbahn nach Pfronten. Aber unsere Sorge war umsonst. Der Monitor zeigte den Aggenstein über den Wolken im Sonnenlicht, der Bergwanderung stand nichts mehr im Wege. Es wurde ein herrlicher Tag. Mit der Seilbahn fuhr eine Gruppe durch die Nebelwand zur Hochalpe um den 1985 m hohen Aggenstein zu besteigen. Viele Wanderer hatten das gleiche Ziel, und auf dem Gipfel wurde es eng. An eine gemütliche Einkehr in der Bad Kissinger Hütte war nicht zu denken, aber auf den Almwiesen um die Hütte hat es ja genügend Platz um das mitgebrachte Vesper zu verzehren. Weiter führte der steinige Weg hinüber zum Füssener Jöchl. Auf diesem Weg stürzte ein Teilnehmer und verletzte sich an der Hand. Ob bei dieser großen Zahl der Wanderer die Schutzengel überfordert waren kann nicht mit Sicherheit geklärt werden. Mit der dortigen Seilbahn erreichten wir die Ortschaft Grän im Tannheimer Tal, wo die zweite Gruppe den Tag verbracht und zwei Autos für uns bereitgestellt hatte. Die zweite Gruppe war also über Grän an den Haldensee gefahren und hat bei einer schönen Wanderung um den See und Nesselwängle die Berge von unten bewundert. Der Blick auf „Rote Flüh“ und „Gimpel“ ist schon etwas Besonderes.
Auch von dieser Wanderung gibt es etwas zu berichten. Wer früher die Anfahrt zum Haldensee-Haus des DAV beschreiben wollte, konnte sich auf die Kapelle an der Bundesstraße beziehen, welche durch das Tal führt. Diese alte „Dreikreuzekapelle“, welche aus der Zeit der Salztransporte stammte, gibt es nicht mehr. Dazu steht im Internet folgende Erklärung:
„Leider sind die unzähligen Jahre direkt an der Bundesstraße mit dem immer stärker werdenden Verkehr sowie den schwierigen klimatischen Verhältnissen, vor allem im Winter, nicht spurlos an der Dreikreuzkapelle vorbeigezogen. Sie musste im Frühjahr 2005 der Umfahrungsstraße Nesselwängle weichen. Selbst eine Versetzung der Kapelle weg von der Straße war nicht mehr sinnvoll, da sie sich in einem sehr desolaten Zustand befand.
Dennoch „lebt“ die Kapelle nun an einem neuen, geographisch etwas weiter nördlich gelegenen Ort weiter… Mit Blick auf den ehemaligen Standpunkt der alten Kapelle und mit Blick auf alles, das sich im Laufe der Geschichte verändert hat:
Zum Beispiel der Salzstraße, die zu einer modern ausgebauten Umfahrungsstraße wurde. Aber vor allem mit Blick auf all jenes, welches über die Jahrhunderte gleichgeblieben ist: Dem Vertrauen, dass man mit gemeinsamer Kraft und gemeinsamem Glauben Zeichen setzen kann, die nicht vergessen werden, weil sie in den Herzen der Menschen weiterleben.
Möge die neu erbaute Dreikreuzkapelle allen glaubenden, hoffenden, reisenden oder suchenden Menschen eine Stätte der Ruhe, des Innehaltens und des Friedens sein.“
Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst in Wertach bevor alle Teilnehmer nach Jungholz fuhren, um nach einem gemütlichen Spaziergang und einer abschließenden Einkehr die Heimfahrt anzutreten.
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 Dreikreuzkapelle
 Aggensteingipfe |
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Kolpingsfamilie Eislingen -
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